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Giulia Gwinn: „#comebackstronger“ macht irgendwie Sinn

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Giulia Gwinn
Giulia Gwinn. © David Inderlied/dpa/Archivbild

Giulia Gwinn galt lange als ein Toptalent im Fußball, dann verschwand sie nach ihrem Kreuzbandriss weitgehend aus der Öffentlichkeit. Rechtzeitig vor der EM 2022 in England ist die Bayern-Spielerin mit den vielen Followern auf Instagram zurück im DFB-Kader.

München - Für die lange verletzte Fußball-Nationalspielerin Giulia Gwinn ist das in den sozialen Medien oft verwendete „#comebackstronger“ nicht nur eine Floskel. „Ich glaube schon, dass dieser Spruch irgendwie Sinn macht, aber ich finde es trotzdem blöd, wenn man es einfach nur sagt, weil es halt dieser Hashtag ist“, sagte die 22 Jahre alte Abwehrspielerin vom FC Bayern München vor ihrer Rückkehr in die DFB-Auswahl in dieser Woche. „Stärker zurück“ heißt es oft als Aufmunterung für Sportler, die so einen Rückschlag erleiden wie Gwinn mit ihrem Kreuzbandriss vor dreizehn Monaten.

„Im Nachhinein kann ich schon sagen, dass man sehr, sehr viel lernen und auch Positives ziehen kann aus so einer Zeit. Ich glaube, physisch und psychisch bin ich auf einem anderen Niveau als ich vorher war“, sagte Gwinn der Deutschen Presse-Agentur und räumte ein: „Es ist schon mental eine sehr, sehr schwierige Situation, weil man alleine auf sich gestellt ist.“ Der Lockdown in der Corona-Pandemie habe ihre lange Reha-Zeit nicht einfacher gemacht.

Gwinn, die bei der WM 2019 in Frankreich zur „Besten jungen Spielerin“ gewählt worden war und bei Instagram eine Viertelmillion Follower hat, gehört zum DFB-Aufgebot für die WM-Qualifikationsspiele gegen Israel am Donnerstag (21.00 Uhr/sportschau.de) in Petach Tikwa und am 26. Oktober (16.05 Uhr/ARD) in Essen. Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg hat der Rückkehrerin gleich eine Einsatzgarantie gegeben: „Wir haben bei den Spielen im September auf Giulia verzichtet, damit sie im Verein mehr Rhythmus bekommt. Wir wollen sie nicht nur im Training, sondern auch im Spiel erleben.“

Beim deutschen Meister hat sich Gwinn nach langer Leidenszeit wieder in die Mannschaft gespielt. Sie sei „komplett beschwerdefrei“ und „überglücklich“ über die Nominierung für das Team des Olympiasiegers von 2016. „Klar will man sich seinen Platz bei der Nationalmannschaft zurückholen. Es wäre gelogen, wenn es nicht so wäre“, erklärte die 19-fache Nationalspielerin. „Aber ich glaube, ich muss erst mal wieder reinfinden und mir auch die Zeit geben.“ dpa

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