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Überblick für Bayern

Glatteis-Wochenende: Unfälle in Serie

München – Eis und Schnee machen Bayerns Straßen zur Falle. Weit über 200 Auffahrunfälle und Schlitterpartien bremsten am Wochenende zahlreiche Auto- und Lasterfahrer im ganzen Freistaat aus. Ein Überblick:

In den meisten Fällen führten heftiger Schneefall und Eisglätte am Samstag zu Blechschäden. Allein in Oberbayern krachte es am Wochenende mindestens 170 Mal, wobei nicht alle dieser Unfälle mit dem Wetter in Verbindung stehen. Laut Polizei handelte es sich unter anderem um etliche „Grabenrutscher“. Insgesamt zwölf Verkehrsteilnehmer wurden leicht verletzt. Bereits am Samstag zählte die Polizei 226 Kollisionen.

In Mittelfranken ereigneten sich mit 110 Unfällen überdurchschnittlich so viele wie an gewöhnlichen Samstagen. Keine Rettung gab es für einen Autofahrer, der auf der Autobahn A 7 bei Uffenheim mit seinem Wagen über die Leitplanke und dann über Bäume geschleudert war. Er verletzte sich so schwer, dass er noch am Unfallort starb.

Besonders schlimm erwischte es im unterfränkischen Arnstein die Mitfahrer einer 36-jährigen Frau. Nach Polizeiangaben hatte sie in einer Kurve die Kontrolle über ihr Auto verloren und nach einem Überschlag einen Baum gerammt. Die beiden Kinder im Wagen (12 und 15) erlitten schwerste Kopfverletzungen. Drei Aschaffenburger, die sich mit ihrem Wagen an der A 6 Richtung Tschechien überschlagen haben, kamen mit dem Schrecken davon. Sie waren in ein Waldstück geschleudert worden und gegen einen Baum gefahren. Ihr VW ist Totalschaden.

Die vielen Auffahrunfälle und im Graben gelandeten Fahrzeuge begründet die Polizei in Oberfranken mit zu hoher Geschwindigkeit. Schwer verletzt wurde ein 27-jähriger Lastwagenfahrer, der bei Selbitz (Landkreis Hof) beim Einfahren auf die B 173 nicht rechtzeitig bremsen konnte. Er rammte das dort fahrende Auto, in dem vier Menschen saßen. Alle fünf Beteiligten wurden ins Krankenhaus gebracht.

In Niederbayern verzeichneten die Einsatzkräfte 55 witterungsbedingte Autounfälle, bei denen acht Menschen leicht verletzt wurden. Sowohl die A 3 als auch die A 93 mussten wegen Bergungsarbeiten zeitweise gesperrt werden. Unter anderem war auf der Autobahn 93 bei Pentling im Landkreis Regensburg ein Laster mit Anhänger von der Straße abgekommen und 15 Meter eine Böschung entlang geschlittert und umgekippt. Gemäß Polizeiangaben verletzte sich der 29-jährige Fahrer dabei aber nur leicht. Zehn Kilometer lang staute sich der Verkehr zurück.

Bei mindestens 60 Unfällen in der Oberpfalz zogen sich 13 Menschen leichte Verletzungen zu, zwei Männer verloren ihr Leben. Wie die Polizei mitteilt, waren die beiden (30 und 43) bei Mühlhausen (Kreis Neumarkt) von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt. In Schmidmühlen (Kreis Amberg-Sulzbach) war es nicht die Glätte, sondern ein Wildschein, dass zwei Autos aus der Spur brachte. Laut Polizei war das 50 Kilo schwere Tier in die Beifahrertüre eines Autos gelaufen. Der 56-jährige Fahrer und seine Frau (47) gerieten auf die Gegenfahrbahn und donnerten frontal in ein entgegenkommendes Auto. Die Feuerwehr musste die beiden aus dem Wrack befreien. Sie und auch der Fahrer des anderen Wagens kamen schwer verletzt ins Krankenhaus.

coe/lby

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