Zwölf Stunden ohne Nahrung unterwegs

Gleitschirmflieger irrt durchs Gebirge

Oberstdorf - Eigentlich wollte er mit seinem Gleitschirm hinab ins Tal fliegen. Stattdessen irrte der 51-jährige Pilot orientierungslos durchs Gebirge.

Eine lebensgefährliche Odyssee durch alpines Gelände bei Oberstdorf hat ein Gleitschirmflieger mit viel Glück unverletzt überstanden. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, irrte der 51-Jährige aus Günzburg am Vortag zwölf Stunden lang ohne Nahrung und Getränke und teilweise bei Dunkelheit durch unwegsames Gelände. Da die Nebelhornbahn in Oberstdorf geschlossen hatte, brach der Mann am Vormittag zu Fuß Richtung Gipfel auf. Als er mit dem schweren Gleitschirm auf dem Rücken etwa fünf Stunden und 1200 Höhenmeter später am Gipfel ankam, wurde seine Mühe nicht belohnt: Beim zweiten Startversuch zerriss sein Schirm am Felsen, so dass der Mann den beschwerlichen Weg ins Tal wieder absteigen musste.

Da zur Zeit auch alle Hütten am Nebelhorn geschlossen sind, begann der Mann schließlich, Schnee zu essen. Ohne Kartenmaterial und Taschenlampe stieg er orientierungslos querfeldein durch Eisrinnen, eisglatte Wiesen, steile Waldstücke und Klettergelände ab. Per Zufall entdeckte eine Polizeistreife den entkräfteten Mann gegen 22.30 Uhr und brachte ihn ins Tal.

dpa

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