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Michael Glos ist in seinem Amt als Bezirksvorsitzender der unterfränkischen CSU mit großer Mehrheit bestätigt worden (Archivbild).

Glos und Guttenberg bleiben CSU-Bezirkschefs

Erlenbach/Coburg - Bundeswirtschaftsminister Karl- Theodor zu Guttenberg und sein Vorgänger Michael Glos sind in ihren Ämtern als Bezirksvorsitzende der CSU in Oberfranken und in Unterfranken bestätigt worden.

Gemeinsam mit Parteichef Horst Seehofer riefen sie die Basis zum Kampf für eine bürgerliche Mehrheit bei der Bundestagswahl im Herbst auf.

Glos erzielte auf dem Bezirksparteitag der unterfränkischen CSU am Samstag in Erlenbach am Main (Landkreis Miltenberg) lediglich 133 von 175 Stimmen. Er übt das Amt seit 1993 aus. Der 64-Jährige wollte nach seinem Verzicht auf das Ministeramt in Berlin Anfang Februar zunächst auch nicht mehr für den Bezirksvorsitz kandidieren. Glos räumte vor den Delegierten ein, dass er mit diesem Schritt für Irritationen gesorgt habe. Schließlich habe er sich aber auf Wunsch der Basis für eine weitere Amtszeit zur Verfügung gestellt.

Weder Glos noch Parteichef Horst Seehofer gingen auf die persönlichen Differenzen ein, die letztlich zum Ministerwechsel geführt hatten. Seehofer gratulierte Glos zur Wiederwahl. “Du gehörst zu den großen Persönlichkeiten in unserer CSU, Du hast Großartiges für unsere Partei und für Bayern geleistet.“

Auf dem Parteitag der oberfränkischen CSU in Coburg wurde auch Guttenberg am Samstag nach einer kämpferischen Rede mit überwältigender Mehrheit wiedergewählt. Er erhielt 150 von 152 abgegebenen Stimmen. Wie Seehofer verteidigte der Minister die Haltung der CSU bei der Gewährung staatlicher Finanzspritzen an notleidende Unternehmen. Für große wie für kleine Unternehmen müssten die gleichen Kriterien gelten, sagten beide.

Seehofer dankte der Partei, dass sie nach dem bitteren Ergebnis bei der Landtagswahl vom vergangenen Herbst zusammengestanden habe. Nach dem Ergebnis der Europawahl könne die CSU mit Mut und Zuversicht in die Bundestagswahl im September gehen. Zu Übermut bestehe aber kein Anlass. “Nur wenn die eigenen Leute marschieren, kann man eine Wahl gewinnen“, sagte der Parteichef. Als Schwerpunkt des gemeinsamen Programms mit der CDU nannte Seehofer die Steuerpolitik. “Wenn wir die Banken mit 500 Milliarden Euro unterstützen, dann wird es doch wohl möglich sein, 25 Milliarden Euro an die Bürgerinnen und Bürger zurückzugeben.“ Weitere Steuersenkungen seien zudem das nachhaltigste Instrument zur Belebung der Konjunktur.

dpa

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