Besucher müssen tiefer in die Tasche greifen

Nürnberg: Glühwein wird teurer

Nürnberg - Am Freitag startet Nürnberg mit dem berühmten Christkindlesmarkt in die Adventszeit. Trotz höherer Preise hoffen die Verantwortlichen wieder auf zahlreiche Touristen.

Besucher des Nürnberger Christkindlesmarktes müssen in diesem Jahr deutlich mehr für ihren Glühwein bezahlen. Der Preis für eine Tasse steige von 2,50 Euro auf jetzt 3,00 Euro, sagte der Vorsitzende des Bayerischen Landesverbandes der Marktkaufleute, Markus Krug, am Dienstag in Nürnberg. Spezialitäten wie Kirsch- oder Schlehenglühwein würden für 3,50 Euro verkauft. Schuld sei die schlechte Weinernte in Südeuropa, wurde die Preiserhöhung begründet.

Zugleich will sich der traditionelle Weihnachtsmarkt ein neues Image geben. So sei der Internetauftritt neu gestaltet worden, sagte Nürnbergs Tourismuschefin Yvonne Coulin. Besonders oft aufgerufen werde im Internet der Budenplan, sagte sie. Neu seien hier Informationen zu jedem Standbetreiber. Das biete die Möglichkeit, einmal gekaufte Waren nachzubestellen.

Der Christkindlesmarkt wird an diesem Freitag (17.30 Uhr) mit dem Prolog des Christkindles Franziska Handke eröffnet. Die 17-Jährige bestreitet zum zweiten und damit letzten Mal die Weihnachtszeit. Im kommenden Jahr muss dann ein neues Christkind gewählt werden. An den 183 Ständen in dem „Städtlein aus Holz und Tuch“ werden neben Rauschgoldengeln, Christbaumschmuck, Krippen und Kerzen natürlich Lebkuchen und andere Leckereien angeboten. Auch das Kunsthandwerk bietet Geschenkideen wie die Nürnberger „Zwetschgenmännle“, kleine Figuren aus Dörrobst.

Daneben gibt es auch auf der 14. Kinderweihnacht am Hans-Sachs-Platz einiges zu erleben. Rund zwei Monate lang habe eine Mitarbeiterin gebraucht, um allein die Gleise für die Modelleisenbahn zu verlegen, sagte das Mitglied der Geschäftsführung, Lorenz Kalb. Nach einem Jahr Pause gebe es auch wieder die Kinderpost. Hier können Briefe und Wünsche an das Christkind aufgegeben werden. Weiterhin ist der Markt der Partnerstädte von diesem Jahr an komplett. Auch die israelische Stadt Hadera wird sich und ihre Produkte erstmals vorstellen.

Allerdings wird der Christkindlesmarkt in den kommenden Jahren aus Sicherheitsgründen wohl etwas kleiner werden - und damit die Gänge zwischen den Buden geräumiger. Eine komplette Reihe entlang der Südseite des Hauptmarkte werde bis 2014 wegfallen, hieß es. Schon in diesem Jahr wurden vier Buden von der Liste gestrichen.

dpa

Rubriklistenbild: © dapd

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