Amtliche Warnung vor starkem Gewitter über München - Kaltfront zieht auf Oberbayern zu

Amtliche Warnung vor starkem Gewitter über München - Kaltfront zieht auf Oberbayern zu
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Im Oktober präsentierte sich Bayern laut Deutschem Wetterdienst mit 176 Sonnenstunden als sonnenreichstes Bundesland.

Goldener Herbst geht in die Verlängerung

München - Der goldene Herbst zeigt sich von seiner schönsten Seite. Seit Wochen profitiert Bayern von Sonnenschein und warmen Temperaturen. So wird das Wetter die nächsten Tage:

Von solchen Zuständen ließ es sich an manchen Sommertagen nur träumen: Wolkenfreier Himmel, klare Fernsicht und beständige Witterung. Ob auf den Bergen, bei Spaziergängen durch farbige Laubwälder oder an Seen – Feiertagsausflügler kamen an Allerheiligen voll auf ihre Kosten.

Im Oktober präsentierte sich Bayern laut Deutschem Wetterdienst mit 176 Sonnenstunden als sonnenreichstes Bundesland. Im Freistaat wurde es aber zeitweise so kalt wie sonst nirgends in Deutschland. So verzeichnete etwa Oberstdorf am 22. Oktober 7,6 Grad minus.

Zu verdanken ist der goldene Herbst mehreren Faktoren. „Wir haben eine beständige Wetterlage, denn über Osteuropa liegt ein ausgeprägtes Hochdruckgebiet und über Westeuropa ein Tiefdruckgebiet“, erklärt Diplom-Meteorologe Marco Manitta vom Deutschen Wetterdienst in München. „Eine warme Strömung zieht vom Mittelmeer zu uns, Niederschläge bleiben aus.“ Während die Temperaturen in schattigen Bereichen nicht über sieben Grad hinauskommen, steigen sie in der Sonne beispielsweise an den Alpen und im Alpenvorland Richtung München auf über 15 Grad. „Nachts ist es im Alpenvorland am kältesten, teils unter Null Grad.“

Die Hochdrucklage hält sich bereits seit September – mit kurzen Unterbrechungen. Am 11. September vermerkten die Wetterexperten für München 30 Grad, am 19. September nur mehr 10 Grad, ehe sich ab dem Folgetag die Hochdruckwetterlage wieder durchsetzte. Die Entschädigung für den Kälteeinbruch in der ersten Oktoberwoche, wo in manchen Orten im Umland erste Schneeflocken fielen, ließ nicht lange auf sich warten – und hält sich eisern. „Noch mindestens eine Woche bleibt das trockene Herbstwetter bestehen“, kündigt Wetterspezialist Manitta an. „Und es wird sogar noch wärmer!“ Die Föhnlage in der Zeit von Donnerstag bis Sonntag lasse Temperaturen von bis zu 20 Grad erwarten.

Ist das nur die Ruhe vor dem Sturm? Folgt dem goldenen Herbst ein abrupter Wechsel in den Winter? Beim Wetterdienst stehen die Zeichen vorerst nicht auf Kälte. „Die Prognosen sehen noch nicht nach Wintereinbruch aus“, sagt Manitta. „Nach allen Prognose-Modellen bleibt es bis 11. November beständig.“

Vom „goldensten Herbst aller Zeiten“ möchte der Meteorologe aber nicht sprechen. Zumal es zum Beispiel 2010 und 2009 auch im November Biergartentemperaturen gab. „Wir hatten schon mehrere Jahre, in denen es Wärmephasen gab wie jetzt.“ Im vergangen Jahr ließ der Wintereinbruch bis 28. November auf sich warten und bescherte Bayern innerhalb kürzester Zeit ein eisiges Wintermärchen mit Schneemassen und Temperaturen im Dauerfrostbereich.

Corinna Erhard

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