Grabräuber stehlen antike Gefäße

Munningen - Unbekannte Diebe haben aus einer archäologischen Grabungsstätte bei Munningen im Landkreis Donau-Ries drei 2800 Jahre alte Gefäße gestohlen.

Die Grabräuberei ereignete sich nach Polizeiangaben vom Mittwoch bereits vor eine Woche, wurde aber erst jetzt bekannt gegeben. Die Archäologen vor Ort wollten erst ihre Arbeiten ungestört beenden, bevor der Diebstahl bekannt gemacht wurde, sagte ein Polizeisprecher. Bei dem Diebesgut soll es sich um Tongefäße aus der Hallstattzeit etwa 800 vor Christus handeln. Die Polizei sei bei der Suche nach den Tätern auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen, sagte der Polizeisprecher.

Archäologen hatten Ende Juli bei Munningen ungewöhnlich gut erhaltene Gebäude aus der Römerzeit ausgegraben. Dabei wurde die erste römische Inschrift an diesem Ort gefunden. Die Archäologen fanden auch 17 fast vollständige Brunnen, die mit Holzkästen oder mit ausgedienten Holzfässern ausgekleidet waren. Bei früheren Grabungen waren an der gleichen Stelle vier vorgeschichtliche Siedlungen aus der Jungsteinzeit und ein römisches Kastell gefunden worden.

dpa

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