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Ab Oktober 2013 verlassen die ersten US-Truppen den Standort  Grafenwöhr.

Grafenwöhr: US-Truppen ziehen 2013 ab

Grafenwöhr - Jetzt ist es offiziell: Ab Oktober 2013 werden die erten US-Truppen mit ihren Familien Grafenwöhr verlassen. Was das für die Stadt und die Region bedeutet.

Der Abzug von US-Truppen aus dem oberpfälzischen Grafenwöhr beginnt im Oktober 2013. „Jetzt müssen wir schauen, wie es mit unseren Arbeitnehmern weitergeht“, sagte Bürgermeister Helmuth Wächter (SPD) am Freitag. Wenn die rund 3800 Heeressoldaten der 172. Brigade mit ihren Familien aus Grafenwöhr abziehen, könnte das auch Auswirkungen auf die deutschen Zivilbeschäftigten haben. Wächter setzt darauf, dass der Wegfall der Brigade durch wechselnde Einheiten ausgeglichen wird, die verstärkt zum Üben nach Grafenwöhr kommen sollen. Außerdem könnten Geräte aus schließenden Standorten wie Schweinfurt und Bamberg in die Oberpfalz verlagert werden.

Der Betriebsratsvorsitzende der Zivilangestellten in der US-Garnison Grafenwöhr, Klaus Lehl, befürchtet einen Aderlass bei den Beschäftigten. „Fakt ist, dass weiter gespart werden wird“, sagte er. Er habe Bedenken, dass der Brigadenabzug nicht in vollem Umfang kompensiert werden könne. Und auch bei einem kompletten Ausgleich sei mit bis zu 300 Zivilangestellten weniger zu rechnen. Die Amerikaner hätten zwar in den vergangenen Monaten positive Signale gegeben, etwa dass andere Einheiten nach Grafenwöhr verlegt würden. „Aber passiert das wirklich oder ist das nur eine Hinhaltetaktik?“ Nach Angaben der Staatskanzlei gibt es in Grafenwöhr 1800 deutsche Zivilbeschäftigte.

Am Donnerstagabend hatte die US-Armee in Heidelberg offiziell den Abzug der Brigade verkündet. Die Nachricht kam nicht überraschend, inoffiziell war das Vorhaben seit langem bekanntgewesen. In der Mitteilung hieß es auch, die Standorte Bamberg und Schweinfurt würden „zu gegebener Zeit“ an Deutschland zurückgegeben. Das Hauptquartier der 172. Brigade war bis 2009 in Schweinfurt, seither ist es in Grafenwöhr, wo auch die meisten Soldaten stationiert sind. 1500 sitzen nach Angaben der US-Armee allerdings noch in Schweinfurt - sie sollten nach ursprünglicher US-Planung eigentlich bald nach Grafenwöhr versetzt werden.

dpa

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