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Der Patient, der bei dem Feuer in einem Zimmer des Bezirksklinikums Mainkofen ums Leben kam, hatte keine Chance - der Mann war in seinem Bett fixiert und ist erstickt.

Grausam:

Feuer in Klinik - Toter war in Bett fixiert

Deggendorf - Der bei einem Zimmerbrand im Bezirksklinikum Mainkofen in Deggendorf gestorbene Patient ist an seinem Bett fixiert gewesen und konnte sich nicht aus eigener Kraft retten.

“Der Mann ist nicht verbrannt, sondern er ist vorher erstickt“, sagte Josef Fröschl, Direktor der Bezirksverwaltung Niederbayern, am Mittwoch in Landshut. Das habe der Obduktionsbericht ergeben. Fröschl sprach von einem tragischen Unglück. Das Feuer war am vergangenen Mittwoch in dem Zimmer des 53-jährigen Patienten ausgebrochen.Mehr als 50 andere Patienten und einige Mitarbeiter des Klinikums hatten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen können.

Das Feuer gibt den Ermittlern Rätsel auf: Die Brandursache war der Polizei zufolge auch eine Woche nach dem Unglück noch immer unklar. Weitere Zeugenbefragungen sollen neue Erkenntnisse bringen. “Der Mann war an fünf Punkten fixiert. Der kann sich gar nicht selbst in Brand setzen“, sagte Direktor Fröschl dazu. Zudem sei die Tür seines Zimmers verschlossen gewesen.

Die Bezirksverwaltung werde nun prüfen, wie die Überwachung der Patienten künftig verbessert werden könne. Der Bayerische Landesverband Psychiatrie-Erfahrener forderte, dass Fixierungen von Patienten nur noch in Kombination mit einer Sitzwache vorgenommen werden sollten. Zudem müssten Zwangsbehandlungen in Psychiatrien eingestellt und Patienten auf anderem Wege beruhigt werden.

Im Bezirksklinikum Mainkofen betreuen mehr als 1400 Mitarbeiter rund 850 Patienten. Unter einem Dach sind die Fachrichtungen Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik, Forensische Psychiatrie und Neurologie vereint. Außerdem gibt es eine Neurologische Frührehabilitation.

dpa

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