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Gerhard Gribkowsky

Gribkowskys defekte Poolbar vor Gericht

München - Seit 16 Monaten sitzt der Ex-Risikovorstand der Bayerischen Landesbank, Gerhard Gribkowsky, in U-Haft. Von seiner Villa in Grünwald kann er nur noch träumen. Für eine schwäbische Firma wurde das Haus allerdings zum Albtraum.

Bis heute wartet der Subunternehmer auf 35 000 Euro Arbeitslohn. Die Summe blieb ihm der Generalunternehmer aus Miesbach schuldig – angeblich, weil es Mängel in der Küche und an der Poolbar gibt. Jetzt soll Gribkowsky – als Zeuge – im Zivilstreit vor dem Landgericht München II für Klarheit sorgen. Dafür wird er am Freitag, 25. Mai, aus der Haft vorgeführt.

Die Richterin hat bereits Wachtmeister für die Sitzung bestellt. Einen Zellentrakt wie im Strafjustizzentrum gibt es in dem Münchner Gerichtsgebäude nicht. Dort werden normalerweise Nachbarstreitigkeiten, Arzthaftungsverfahren und andere zivilrechtliche Probleme verhandelt.

Im Bauprozess um die renovierte Grünwalder Villa (Landkreis München) soll Gribkowsky seinerzeit die Küche – insbesondere die mit Mängeln behaftete Arbeitsplatte sowie die Poolbar – abgenommen haben. Das behauptet zumindest der klagende Subunternehmer. Die mit der Renovierung beauftragte Miesbacher Firma bestreitet die Abnahme durch den Ex-Banker. Das habe der 54-Jährige angesichts der ständig aufquellenden Arbeitsplatte niemals gemacht. Gribkowsky selber soll den Generalunternehmer ebenfalls nicht komplett bezahlt haben. Seine Aussage zur vermeintlichen Abnahme ist für die Frage der Beweislast im Prozess von Wichtigkeit.

Gribkowsky selber steht seit Oktober 2011 wegen des Vorwurfs der Untreue, Bestechlichkeit und Steuerhinterziehung vor Gericht. Er soll beim Verkauf von Formel 1-Anteilen der Bayern LB heimlich 44 Millionen Dollar vom Chef der Rennserie, Bernie Ecclestone, kassiert haben. Das Landgericht München I will im Strafverfahren Ende Mai ein Urteil sprechen.

Gribkowsky selber steht seit Oktober 2011 wegen des Vorwurfs der Untreue, Bestechlichkeit und Steuerhinterziehung vor Gericht. Er soll beim Verkauf von Formel 1-Anteilen der Bayern LB heimlich 44 Millionen Dollar vom Chef der Rennserie, Bernie Ecclestone, kassiert haben. Das Landgericht München I will im Strafverfahren Ende Mai ein Urteil sprechen.

Angela Walser

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