Grippe in Bayern auf dem Vormarsch

Erlangen - Winterzeit ist Grippezeit. So sind auch in Bayern in den ersten Wochen des neuen Jahres fast 1500 Influenza-Grippefälle gemeldet worden. Experten sehen bisher jedoch ein ganz normales Influenza-Jahr.

Mit dem Einzug des frostigen Winterwetters ist in Bayern auch die Grippe auf dem Vormarsch. Bereits in den ersten fünf Wochen dieses Jahres seien dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) 1489 Influenza-Grippefälle gemeldet worden, 620 davon allein in der ersten Februar-Woche, teilte eine Behördensprecherin auf dpa-Anfrage mit.

Im Vorjahr hatte die Behörde in den ersten fünf Meldewochen lediglich 300 Fälle verzeichnet. „2014 war die Influenza allerdings ungewöhnlich mild gewesen“, gab die Sprecherin zu bedenken. „2015 ist nach der bisherigen Entwicklung ein ganz normales Influenza-Jahr“ - ähnlich wie 2013. Damals hatte die Grippewelle bereits Ende Februar ihren Höhepunkt erreicht, letztes Jahr dagegen erst Ende März.

Nach Angaben der LGL-Sprecherin machen die im Winter geschwächten Abwehrkräfte viele Menschen anfälliger für Influenza-Infektionen. Zudem trockne die Heizungsluft die Mund- und Nasenschleimhäute aus - gute Bedingungen für eine Infektion mit Influenza-Viren. Der Rat der Erlanger Gesundheitsbehörde: Im Winter häufig Zimmer lüften, regelmäßig an die frische Luft gehen und öfters als sonst die Hände waschen.

Gesundheitsministerin Melanie Huml rief die Menschen auf, sich gegen Grippe impfen zu lassen. „Durch eine Impfung ist ein schwächerer und kürzerer Verlauf der Erkrankung zu erwarten“, sagte die CSU-Politikerin dem „Münchner Merkur“ (Samstag).

dpa

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