KATWARN löst für ganz Nürnberg aus - deutliche Warnung - Rauchsäule über Stadt

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Experte rät zu Impfung

Grippewelle in Bayern erreicht Höhepunkt - es gibt aber auch gute Nachrichten

Husten, Schnupfen, Heiserkeit - Bayern wird von einer Grippewelle lahmgelegt. Die Zahlen sind alarmierend., Doch es gibt einen Silberstreif am Horizont.

München - Die Grippewelle in Bayern hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Allein in der vergangenen Woche verzeichnete das Berliner Robert-Koch-Institut (RKI) im Freistaat mehr als 8500 neue Influenza-Fälle. Da viele Fälle nicht gemeldet werden, dürfte die tatsächliche Zahl wesentlich höher liegen.

In Deutschland sind bislang mindestens 216 Menschen an den Folgen der Krankheit gestorben. Die Meldeaktivität sei so hoch wie seit mindestens zehn Jahren nicht, erklärte eine Sprecherin des RKI. Für eine Aussage über die Schwere der Grippewelle sei es allerdings zu früh, weil noch wenig über die gesundheitlichen Folgen bekannt sei.

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U-Bahn-Züge und Fahrten der Müllabfuhr fallen aus

In Oberbayern legt die Epidemie manche Arbeitsstellen lahm: In München fielen mehrere U-Bahn-Züge und Fahrten der Müllabfuhr wegen Personalmangels aus. In Bad Tölz musste das Sozial- und Rentenamt vorübergehend schließen. Der Landkreis Garmisch-Partenkirchen meldet, viele Kindergärten und Schulen seien betroffen.

Auch in den Kreisen Weilheim-Schongau, Erding und Freising sind die Grippe-Meldezahlen deutlich höher als in den vergangenen Jahren. Laut dem Leiter des Gesundheitsamts Freising, Lorenz Weigl, schlägt der meistverwendete Dreifach-Impfstoff gegen einen heuer vorherrschenden Erreger nicht an.

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Experte rät Riskogruppe zu Impfungen

Der Münchner Mediziner und Impfexperte Nikolaus Frühwein rät Risikogruppen wie Senioren und chronisch Kranken dennoch zu einer Impfung, auch wenn die erst nach 14 Tagen wirke: „Wir wissen nicht, wie lange die Grippesaison noch anhält.“

Laut RKI gibt es erste Hinweise, dass die Erkrankungen in Kürze zurückgehen könnten: Die Zahl der grippebedingten Arztbesuche bei Kindern bis vier Jahren nehme ab, was die Instituts-Sprecherin als Frühindikator wertet. Zudem dauere eine Grippewelle erfahrungsgemäß drei bis vier Monate. Nach zwei

Monaten steigender Fallzahlen könnte die aktuelle Epidemie nun am Scheitelpunkt angelangt sein.

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ja/bn/mw

Rubriklistenbild: © dpa / Karl-Josef Hildenbrand

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