Frauenleiche in Waldstück bei Kienberg gefunden: Polizei nimmt Sohn fest

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Wohnhäuser der Coburger Innenstadt stehen am Pfingstsonntag in Flammen.

Coburg: 300 Männer bekämpfen Altstadt-Brand

Coburg - 13 Verletzte und zerstörte Fachwerkhäuser - Ein Großbrand in der historischen Coburger Innenstadt hält am Pfingstsonntag die Rettungskräfte in Atem.

Ein Großbrand hat in der Nacht zum Sonntag in der historischen Altstadt von Coburg gewütet. 13 Menschen erlitten Rauchvergiftungen, Millionenschaden entstand. Die Flammen beschädigten nach Angaben von Polizei und Stadt sechs denkmalgeschützte Häuser. Im Tagesverlauf brachten die 300 Einsatzkräfte das Feuer weitgehend unter Kontrolle. Geprüft werden müsse noch, wie stark einsturzgefährdet die beschädigten Gebäude sind, sagte eine Polizeisprecherin. Außerdem vermutete die Feuerwehr noch Glutnester in den Häusern. Ein Hubschrauber mit einer Wärmebildkamera kreiste über der Brandstelle.

Bilder vom Einsatzort

Großbrand in Coburger Altstadt

Das Feuer war nach ersten Erkenntnissen in einem Dachstuhl ausgebrochen und breitete sich auf angrenzende Gebäude aus. Die Brandursache war zunächst unklar. Etwa 80 Anwohner wurden vorsichtshalber in Sicherheit gebracht. Die meisten seien bei Verwandten und Bekannten untergekommen, sagte Michael Selzer, Sprecher der Stadt Coburg. Für einige habe die Stadt Unterkünfte zu Verfügung gestellt.

Bei dem Brand wurde auch das Puppenmuseum der Stadt beschädigt. Wie Selzer sagte, war zunächst noch nicht absehbar, wie stark die Sammlung in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die historischen Puppen und Spielwaren wurden am Sonntag aus dem Gebäude geschafft. Das Museum ist in einem historischen Wohn- und Geschäftshaus aus dem 18. Jahrhundert untergebracht. Ursprung des Baus war eine Klosteranlage aus dem 15. Jahrhundert. Der Dichter und Orientalist Friedrich Rückert hatte nach städtischen Angaben von 1820 bis 1826 hier gelebt.

Brände in historischen Innenstädten haben oft schwerwiegende Folgen. Das Holz der alten Fachwerkhäuser gerät leicht in Brand, enge Gassen ermöglichen zudem ein schnelles Übergreifen der Flammen auf Nachbargebäude. So löste im Dezember 2010 ein Adventskranz in Konstanz (Baden-Württemberg) einen schweren Brand in der Altstadt aus. Das Feuer zerstörte vier historische Häuser, vier Menschen wurden verletzt, der Schaden wurde auf mehr als zehn Millionen Euro geschätzt.

dpa

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