Großrazzia wegen illegalen Waffenbesitzes

Regensburg - Großrazzia in Ostbayern und Trier: Im Morgengrauen durchkämmen 1500 Polizisten Wohnungen und Bauernhöfe. Sie finden wahre Waffenarsenale:

Bei einer Großrazzia in Ostbayern und im Raum Trier hat die Polizei am Dienstag umfangreiche Waffenarsenale sichergestellt. Neben Pistolen, Gewehren, Revolvern und beachtlichen Mengen an Munition seien auch Waffen gefunden worden, die möglicherweise als Kriegswaffen einzustufen sind, sagte ein Polizeisprecher. Insgesamt wurden sieben Menschen, darunter eine Frau festgenommen. Ihnen werden Verstöße gegen das Waffen- und Kriegswaffenkontrollgesetz sowie gegen das Betäubungsmittelgesetz vorgeworfen.

Rund 1500 Beamte aus Bayern und anderen Bundesländern hatten 56 Wohnungen und Betriebe in der Oberpfalz und Niederbayern sowie zwei Objekte im Raum Trier durchsucht. Neben den Schusswaffen wurden Schlagringe, Wurfsterne, Butterflymesser und Rauschgift beschlagnahmt. Über die Herkunft und Anzahl der entdeckten Waffen und die Menge des Rauschgiftes wollte der Polizeisprecher keine Angaben machen.

Es gebe “kriminelle Verflechtungen zwischen den Verdächtigen“, sagte der Polizeisprecher. Ob es eine zusammenhängende kriminelle Struktur gegeben hatte, müssten die weiteren Ermittlungen ergeben. Woher die Waffen stammen und vor allem wofür sie bestimmt waren, wollte er aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen.

Um 06.00 Uhr hatten die Spezialeinsatzkräfte zeitgleich mit den Durchsuchungen begonnen. Weil die Polizei von einer besonderen Gefährdungslage ausging, waren auch Sprengexperten des Bayerischen Landeskriminalamtes dabei. Außerdem waren mehrere Polizeidiensthunde im Einsatz, die speziell für das Aufspüren von Sprengstoff trainiert sind. Ziel der Razzia waren Wohnhäuser, Garagen, Scheunen und Bauernhöfe. In Wiesent (Landkreis Regensburg) wurde ein Bauernhof mit einer Mühle durchsucht.

dpa

Rubriklistenbild: © dapd (Symbolbild)

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