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Um den Schutz der Alpen streiten sich Opposition und CSU.

CSU: "Es wird einiges für Schutz getan" 

Grüne: "Enthemmter Flächenfraß" in den Alpen

München - Im bayerischen Alpengebiet sind in den vergangenen gut 20 Jahren Naturflächen in Größe des Starnberger Sees mit Straßen und Siedlungen neu zugebaut worden. Die Opposition tobt.

Eine entsprechende Antwort der Staatsregierung auf eine Anfrage der Grünen, die am Dienstag im Landtag behandelt wurde, sorgte für Zwist zwischen CSU und Opposition. Grünen-Fraktionschef Ludwig Hartmann sprach von einem „völlig enthemmten Flächenfraß“ - und das in einem „hoch sensiblen Gebiet“. „Beim Schutz der Alpen verhält sich die CSU-Regierung wie ein Skifahrer, der auf der Berghütte große Reden schwingt, draußen aber nach wenigen Metern auf dem Hosenboden landet“, kritisierte er.

Das wiesen Staatsregierung und CSU zurück. Man bringe die Interessen der Menschen sehr wohl mit den Bedürfnissen des Alpenraums in Einklang, sagte Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU). Sie verwies beispielsweise auf erfolgreiche Artenschutzprogramme und das große Netz von Schutzgebieten. Der CSU-Abgeordnete Eric Beißwenger sagte: „Die Alpen brechen nicht zusammen, und es wird einiges getan.“

Die Grünen kritisierten dagegen, dass die Bergwaldrodungen zugenommen hätten. Zudem sei in den vergangenen zehn Jahren in den bayerischen Alpen kein einziges Naturschutzgebiet neu ausgewiesen worden.

Der SPD-Umweltpolitiker Florian von Brunn kritisierte unter anderem, die Genehmigungspraxis bei Projekten, die erheblich in die Natur eingreifen, sei lasch: „Im Zweifel gilt: der Investor hat Vorrang.“

Florian Streibl (Freie Wähler) kritisierte, immer wieder zeige sich, dass in den Alpen „nicht im Sinne der Menschen vor Ort gehandelt wird, sondern vielmehr für natursehnsüchtige Städter“. Bestes Beispiel dafür sei der Plan, das Ammergebirge in einen Nationalpark umzuwandeln. Der Alpenraum dürfe aber nicht von Außenstehenden umgestaltet werden.

dpa

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