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Unglück in den Berchtesgadener Alpen

Soldaten und Touristen vom Blitz getroffen

Grünstein/Schönau - Mehrere Touristen und niederländische Soldaten sind am Freitag auf einem Klettersteig am Grünstein (Kreis Berchtesgadener Land) vom Blitz getroffen worden.

Schwarze Brandmale an den Händen hatten die niederländischen Soldaten, als sie am Freitag vom Isidor-Klettersteig am Grünstein (1304 Meter) herunterkamen. Mehr nicht. Und das war großes Glück. Denn die zehnköpfige Gruppe, die eine Übung absolviert hatte, sowie fünf Urlauber kamen auf dem Berg in Schönau am Königssee (Berchtesgadener Land) in ein Gewitter. Ein Blitz schlug in das Stahlseil des Klettersteigs – und schleuderte mehrere Bergsteiger zu Boden. Auch ein Bub (10) wurde verletzt.

Wie die Bergwacht Berchtesgaden mitteilte, schafften es die Betroffenen, die am Ausstieg des Klettersteigs waren, aus eigener Kraft zur Grünsteinhütte und setzten gegen 13.10 Uhr den Notruf ab. Sechs Bergretter und der Hüttenwirt brachten die Leichtverletzten ins Tal, wo das Rote Kreuz sie untersuchte. 13 Personen kamen zur Beobachtung in die Kreisklinik Berchtesgaden.

Blitz schlägt am Klettersteig ein

Auch im Rest Bayerns ließen die Unwetter nicht nach. Wie der „Blitz Informationsdienst“ von Siemens aufzeichnete, gab es allein am Donnerstag 6000 Blitze über Bayern, die Hälfte schlug in Hindernisse oder den Boden ein.

In den nächsten Tagen können weitere Unwetter aufziehen. Deshalb sollten sich Bergsteiger ihre Touren ganz genau überlegen, um gefährliche Überraschungen zu vermeiden. „Vor allem sollten sie den aktuellen Wetterbericht abrufen“, betont Horst Metzger, Polizeibeamter in Berchtesgaden. Denn wenn Gewitter bevorstehen, sind die Berge zu meiden – vor allem Klettersteige. Deren Stahlseile wirken wie überdimensionale Blitzableiter. Gerät man doch ins Unwetter, rät Metzger, „Mulden oder Schutzhütten aufzusuchen“.

Katrin Martin

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