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"Christen müssen getötet werden" - islamistische Parolen wie diese haben mehrere Grundschüler in Neu-Ulm im Unterricht von sich gegeben. Die Schule hat reagiert, die Polizei ermittelt.

Woher haben die Kinder das?

Grundschüler verbreiten islamistische Parolen: Polizei ermittelt

Neu-Ulm - Islamistische Parolen von Schülern im Ethikunterricht schockieren die Lehrkräfte in einer schwäbischen Grundschule. Die Lehrer arbeiten das Thema nun im Unterricht auf und die Polizei will herausfinden, von wem die Kinder die Hetze übernommen haben.

In einer Grundschule in Neu-Ulm sind mehrere Schüler mit islamistischen Äußerungen im Unterricht aufgefallen. Die Behörden bestätigten am Freitag einen entsprechenden Bericht der „Augsburger Allgemeinen“. Laut der Zeitung haben Kinder in Ethik-Stunden verkündet, dass Christen getötet werden müssten und dass die Terroropfer des französischen Satiremagazins „Charlie Hebdo“ den Tod verdient hätten.

Woher kommen die Parolen?

Etwa zehn Schüler sollen demnach extremistische Äußerungen von sich gegeben haben. Bei weitem nicht alle muslimischen Kinder seien so aufgefallen, „es sind aber auch zu viele, um von Einzelfällen zu sprechen“, zitiert die Zeitung die Rektorin der Grundschule.

Die Polizei versucht nun herauszufinden, von wem die strafunmündigen Kinder die Parolen haben. Es werde wegen des Verdachts der Volksverhetzung gegen unbekannt ermittelt, sagte ein Polizeisprecher.

Die Schule hat reagiert

Die Schule will keine Intoleranz dulden und hat mit mehreren Projekten auf die Vorfälle reagiert. So gibt es auch eine entsprechende Resolution des Elternbeirates. „Das sind Aussagen, die man nicht stehen lassen kann“, sagte Ludwig Unger, Pressesprecher des Kultusministeriums in München. Entsprechend sei die Schule tätig geworden und habe pädagogische Gegenmaßnahmen ergriffen. Der langjährige Ministeriumssprecher kennt keinen vergleichbaren Vorfall in Bayern: „Solche Äußerungen von Grundschülern habe ich noch nicht gehört.“

Neu-Ulm war früher Islamisten-Hochburg

Das schwäbische Neu-Ulm und das benachbarte Ulm galten früher als eine Hochburg des islamischen Extremismus in Deutschland. Im Jahr 2005 war das sogenannte Multikulturhaus in Neu-Ulm geschlossen und der entsprechende Verein vom bayerischen Innenministerium verboten worden. In dem Zentrum soll es zuvor immer wieder Hass-Predigten gegeben haben. Die Sicherheitsbehörden in Baden-Württemberg waren an den Aktionen gegen die damalige Islamistenszene in beiden Städten beteiligt.

dpa

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