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Die CSU plant eine Ganztags-Offensive für die Grundschule. Kommunen sollen unter mehreren Möglichkeiten auswählen können, übergestülpt werde aber niemanden etwas.

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Grundschule künftig ganztags

München - Die CSU plant eine Ganztags-Offensive für die Grundschule. Kommunen sollen unter mehreren Möglichkeiten auswählen können, übergestülpt werde aber niemanden etwas.

„Wir bieten einen Werkzeugkasten an, in dem vier Modelle enthalten sind“, sagte Fraktionsvize Kerstin Schreyer-Stäblein. Da die Generation der Krippenkinder nun ins Schulalter komme, sei mit starker Nachfrage zu rechnen.

Eines der Modelle sieht einen späteren Schulbeginn um 8.30 Uhr vor, der Unterricht geht dafür bis 14.30 Uhr. Kinder können aber schon ab etwa 7 Uhr betreut werden. Eltern buchen sich Betreuungszeiten, der eigentliche Unterricht ist aber für alle gleich. Ein weiteres Modell ist die offene Ganztags-Grundschule, die es so in Bayern bisher fast gar nicht gibt. Eltern buchen hier verschiedene Ganztags-Angebote, beispielsweise Montag/Dienstag oder Mittwoch/Donnerstag. Jedem Kind wird aber der gleiche Unterrichtsstoff garantiert. Vorteil dieses Modells: Die Schule schließt nur 25 Tage im Jahr – Eltern können also während der Ferien ihre Kinder in der Schule betreuen lassen. Auch die komplette Verschränkung von Hort und Schule soll bayernweit möglich werden. „Hort und Schule sind hier in einem Zimmer“, sagte die CSU-Abgeordnete Gudrun Brendel-Fischer. Sozialpädagoge und Lehrer sind bei diesem Modell jeweils für nur eine Klasse zuständig. „Eltern zahlen dabei nur die normalen Hortbeiträge“, versicherte Schreyer-Stäblein. Als weitere Option müsse auch die traditionelle Halbtags-Grundschule mit anschließender Hortbetreuung in Bayern weiter möglich sein. „Dieses Modell darf nicht gefährdet werden.“

„Die Ganztags-Grundschule soll Familien zur Seite stehen, aber nicht die Familie ersetzen“, betonten die beiden CSU-Abgeordneten. Weder Eltern noch Kindern werde die Ganztagsschule vorgeschrieben. Die Vorschläge der „Projektgruppe Ganztagsschule“ werden heute der CSU-Fraktion vorgelegt, die darüber zu entscheiden hat, betonte Schreyer-Stäblein.

Von Dirk Walter

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