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Ein Zwischenzeugnis wird in der Mittelschule St. Stephan in Straubing vor eine Tafel gehalten.

Ab nächstem Schuljahr

BLLV begrüßt Wegfall von Zwischenzeugnissen

München - Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) hat die Schulpolitik der Staatsregierung schon oft kritisiert, doch jetzt kommt auch mal ein Lob - für den Wegfall der Zwischenzeugnisse.

Der Wegfall der Halbjahreszeugnisse in den ersten drei Schuljahren stößt bei den Lehrern auf viel Zustimmung. „Das Kultusministerium geht hier einen großen Schritt in die richtige Richtung“, erklärte am Mittwoch BLLV-Präsident Klaus Wenzel. „Lehrer, Schüler und Eltern treten so in einen Dialog und tauschen sich über Probleme und Lernfortschritte aus. Das ist pädagogisch wertvoller als eine schriftliche Mitteilung, die wesentlich an die Eltern adressiert ist.“

Vom kommenden Schuljahr an können Bayerns Grundschulen die Zwischenzeugnisse in den ersten drei Klassen durch „Lernentwicklungsgespräche“ ersetzen. Allerdings müsse an jeder Schule sowohl die Lehrerkonferenz wie auch der Elternbeirat zustimmen, hatte ein Ministeriumssprecher der „Main-Post“ (Mittwoch) gesagt.

„Beim Lernentwicklungsgespräch reden wir mit dem Kind, nicht übers Kind“, zitierte die Zeitung Maria Wilhelm, Regierungsdirektorin im Kultusministerium. Lehrkraft und Kind sollen sich austauschen - die Eltern kommen zwar mit zum Termin, sollen zuhören, dürfen rückfragen, sind nicht Erstansprechpartner.

dpa

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