Michael Piazolo
+
Michael Piazolo äußerte sich am Freitag zu den PCR-Pooltests ab kommendem Schuljahr. (Archivbild)

Spuck- und Lollitests

Kultusminister Piazolo kündigt Pooltests in Grundschulen an - Übergangsphase zum „Einüben“ geplant

  • VonTanja Kipke
    schließen

Schüler in Bayern müssen sich auch im neuen Schuljahr auf Coronatests einstellen. Für Grundschulen kündigte der Kultusminister jedoch eine andere Form an.

München - Am 6. Juli hatte Kultusminister Michael Piazolo nach einer Kabinettssitzung angekündigt, dass auch nach den Sommerferien in den Schulen weiter auf das Coronavirus* getestet wird. An weiterführenden Schulen soll es dabei bei den momentan angewandten Selbsttests* bleiben. Da kleineren Kindern das Testen mit dem Nasenabstrich oft nicht leicht fällt, wollte man an den Grund- und Förderschulen die Teststrategie auf sogenannte PCR-Pooltests umstellen. Am heutigen Freitag (23. Juli) erklärte er das Vorgehen im neuen Schuljahr.

Neue Teststrategie an Grundschulen: Piazolo will PCR-Pooltests mit Übergangsphase einführen

Piazolo setzt nach wie vor im kommenden Schuljahr auf Präsenzunterricht. Es sei „das Ziel und der Wille“, Präsenzunterricht sei eine „Verpflichtung gegenüber den Schülerinnen und Schülern“, so Piazolo am Freitag in München. Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur ist weiter unklar, wie genau der Präsenzunterricht aussehen soll

Der Kultusminister sei der Auffassung, dass niemand so intensiv getestet wurde, wie die Schulkinder in Bayern. Für Schüler und Schülerinnen in den Grundschulen soll es eine Übergangsphase zur neuen Teststrategie geben. Vor allem am Anfang des Schuljahres sollen die Spuck- und Lollitests zum „Einüben“ in Grundschulen zum Einsatz kommen, so Piazolo.

Trotz Kritik am Krisenmanagement: Piazolo spricht von „erfolgreichem Schuljahr“

Bei den sogenannten Pooltests werden Proben von allen Kindern entnommen und zu einer Probe zusammengeführt. Im Labor wird dann geprüft, ob unter den Kindern ein positiver Corona-Fall ist. In diesem Fall müssen alle Kinder noch einmal getestet werden, um herauszufinden wer an dem Virus erkrankt ist.

In dem Pressegespräch zum Ende des Schuljahres 2020/2021 sprach der Kultusminister trotz Kritik am Krisenmanagement von einem insgesamt „erfolgreichen Schuljahr“, wie die dpa berichtet. Vor allem im Hinblick auf den bislang besten Abiturschnitt (2,14) in Bayern, sei „hervorragende Arbeit geleistet worden“. (dpa/ tkip) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Übrigens: Die wichtigsten Geschichten aus dem Freistaat gibt‘s jetzt auch in unserem brandneuen, regelmäßigen Bayern-Newsletter.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare