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Marga und Günther Beckstein vor dem Mount Everest. Im Hintergrund ein Berg tibetischer Gebetsfahnen.

Beckstein in Tibet: „Mein Traum wurde wahr“

München - Ein Jahr nach seinem Abschied hat sich der frühere Ministerpräsident Günther Beckstein einen Lebenstraum erfüllt: eine Reise nach Tibet.

„Wir waren drei Wochen über dreieinhalbtausend Meter“, erzählte Beckstein nun am Rande der Plenarsitzung des Landtags. Mit dabei waren sein Bruder mit Frau sowie ein befreundetes Ehepaar. Höhepunkt der Reise: ein Besuch im Basislager auf der chinesischen Seite des Mount Everest in 5300 Meter Höhe.

„Das war ein unglaublicher Anblick. Die Reise war einer der Höhepunkte meines Lebens.“ Die Herberge am Mount Everest war eher spartanisch: „Es war ein paar Grad unter null, und der Gemeinschaftsraum wird mit Yakfladen beheizt.“ Beckstein war in seiner Jugend ein begeisterter Bergsteiger und Kletterer. „Ich habe immer von Tibet geträumt, aber in der aktiven Politik kann man es sich nicht erlauben, wochenlang nicht erreichbar zu sein.“

Politiker und ihre Affären

Politiker und ihre Affären

Eigentlich wollte Beckstein schon im Herbst 2007 aufbrechen – doch dann kamen die CSU-Krise und seine Wahl zum Ministerpräsidenten dazwischen. Neben dem Basislager besuchte die Gruppe mehrere Klöster. „Die Frömmigkeit ist unglaublich, aber inhaltlich mir sehr wesensfremd.“ Der tibetische Buddhismus sei nämlich nicht gekennzeichnet durch den Gedanken der Liebe, sondern durch Unterwürfigkeit gegenüber ­Buddha. „Es gibt Menschen, die tausend Kilometer pilgern und sich dabei nach jedem Schritt zu Boden werfen und wieder aufstehen.“

Am Rande des Tibet-Aufenthalts spürte Beckstein die Spannungen zwischen einheimischen Tibetern und zugereisten Chinesen: Am chinesischen Nationalfeiertag, dem 1. Oktober, habe es in der Hauptstadt Lhasa eine „unglaubliche Militärpräsenz“ gegeben.

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