Gewerkschaft kritisiert Legoland

Günzburg - Der schwäbische Freizeitpark Legoland wird für seine Mitarbeiterpolitik kritisiert. Die Gewerkschaft fordert einen Tarifvertrag.

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) kritisiert den schwäbischen Freizeitpark Legoland für seine Mitarbeiterpolitik. Die Geschäftsführung wehre sich gegen einen Tarifvertrag und zahle ihren Mitarbeitern teilweise nur 6,50 Euro pro Stunde, teilte die NGG am Mittwoch in Augsburg mit. Zudem plane Legoland, dem Chef des Betriebsrates zu kündigen, weil dieser in einem Zeitungsbericht Kritik am Unternehmen geäußert habe. Die Geschäftsführung wollte dies am Mittwoch aus persönlichkeits- und datenschutzrechtlichen Gründen nicht kommentieren.

Einen Tarifvertrag für die etwa 1100 Mitarbeiter lehnte Geschäftsführer Hans Aksel Pedersen ab: "Nach der Abwägung der Vor- und Nachteile haben wir entschieden, dass wir keinen Tarifvertrag für Legoland Deutschland brauchen", sagte er. Das Unternehmen in Günzburg zahle den Mitarbeitern 2013 einen Stundenlohn von mindestens acht Euro und gewähre Vergünstigungen. Das sei vergleichbar mit dem von den Gewerkschaften geforderten Mindestlohn von 8,50 Euro.

Mitarbeiter, die nach der Winterpause wieder im Park arbeiten, erhalten Pedersen zufolge etwa 13 bis 14 Euro pro Stunde. Den Stundenlohn von 6,50 Euro bekämen nur einige Schüler und Studenten, die zum ersten Mal oder nur kurzzeitig im Park arbeiteten. Legoland hat jährlich rund 1,3 Millionen Besucher.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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