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Großeinsatz in Schäftlarn: Polizisten rücken wegen „Bedrohungssituation" aus - Sprecher äußert sich

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Mutmaßlicher Straftäter

Mordversuch auf A8: Entflohener Patient aus Bezirkskrankenhaus Günzburg ist tot

  • Marion Neumann
    vonMarion Neumann
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Aus dem Bezirkskrankenhaus in Günzburg ist ein Patient geflohen. Die Polizei suchte nach dem 29-Jährigen wegen eines schlimmen Verdachts.

  • Ein Patient war aus dem Bezirkskrankenhaus Günzburg geflohen.
  • Die Polizei fahndete mit einem Foto nach dem 29-Jährigen.
  • Nun gibt es Gewissheit - der Mann, bei dem es sich um einen mutmaßlichen Straftäter handelt, ist tot.

Update vom 31. Juli: Der aus einem Bezirkskrankenhaus in Schwaben geflohene mutmaßliche Straftäter ist tot. Die Leiche des 29-Jährigen sei am Donnerstag in einem Stadel in Kötz (Kreis Günzburg) gefunden worden, teilte die Polizei am Freitag mit. Ein DNA-Abgleich habe ergeben, dass es sich um den gesuchten 29-Jährigen handele. Nach Angaben der Polizei liegen keinerlei Hinweise auf Fremdeinwirkung vor.

Der Mann stand im Verdacht, am Sonntag am Steuer eines Autos absichtlich einen Unfall verursacht zu haben, um seine Ehefrau umzubringen. Wegen Hinweisen auf eine psychische Erkrankung wurde er in dem Bezirkskrankenhaus untergebracht.

Generell berichten wir nicht über Selbsttötungen, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depressionen leidet, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge unter der Nummer: 0800-1110111. Hilfe bietet auch der Krisendienst Psychiatrie für München und Oberbayern unter 0180-6553000.Weitere Infos finden Sie auf der Webseite www.krisendienst-psychiatrie.de.

Gefährlicher Patient aus Bezirkskrankenhaus Günzburg geflohen: Zeuge will Mann in der Nacht gesehen haben

Update vom 29. Juli, 14.34 Uhr: Heiße Spur im Fall um den geflohenen Straftäter aus dem Bezirkskrankenhaus in Günzburg: Der Mann soll im Landkreis Erding in Oberbayern gesehen worden sein. Wie die Polizei am Mittwoch berichtete, gibt es einen Zeugenhinweis, wonach der 29-Jährige in der Nacht zum Dienstag in der Gemeinde Wörth gewesen sein soll. Die Beamten hoffen nun, dass weitere Zeugen Hinweise auf den Mann geben.

Gefährlicher Patient aus Bezirkskrankenhaus Günzburg geflohen: Schrecklicher Verdacht

Update vom 28. Juli, 08.05 Uhr: Der mutmaßliche Straftäter, der aus dem Bezirkskrankenhaus in Günzburg geflohen ist (siehe Erstmeldung), ist noch immer auf der Flucht. „Wir suchen weiterhin aktiv nach dem Mann“, sagte ein Polizeisprecher am Dienstagmorgen. Der 29-Jährige steht im Verdacht, am Sonntag am Steuer eines Autos absichtlich einen Unfall verursacht zu haben, um seine Ehefrau auf dem Beifahrersitz umzubringen. Das Amtsgericht Memmingen erließ Haftbefehl wegen versuchten Mordes.

Der Mann soll das Auto auf der Autobahn 8 bei Leipheim so gesteuert haben, dass es auf einen Lärmschutzwall geriet und sich überschlug. Seine 28 Jahre alte Ehefrau wurde verletzt und kam zunächst in ein Krankenhaus. Der Verdächtige blieb unverletzt, ließ die Frau auf der Autobahn zurück und floh, wurde dann aber festgenommen.

Weil die Ermittler Hinweise auf eine psychische Erkrankung des 29-Jährigen haben, wurde er nach dem Unfall in dem Bezirkskrankenhaus untergebracht. Von dort flüchtete er in der Nacht auf Montag.

In Hessen ereignete sich ein tragischer Unfall: Feuerwehrleute mussten ihren eigenen Kameraden aus dem Auto schneiden.

Günzburg: Gefährlicher Patient aus Bezirkskrankenhaus geflohen - Polizei vermutet einen schrecklichen Zusammenhang

Update vom 27. Juli, 14.10 Uhr: Neue Erkenntnisse rund um den Flüchtigen Mann aus dem Bezirkskrankenhaus Günzburg: Demnach besteht zwischen einem Unfall auf der Autobahn 8 bei Leipheim und einem geflüchteten Verdächtigen aus dem Bezirkskrankenhaus Günzburg ein Zusammenhang. Nach Angaben der Polizei vom Montag wird der 29 Jahre alte Mann verdächtigt, am Sonntag ein Auto auf der A8 absichtlich in einen Unfall verwickelt zu haben, um so seine Ehefrau auf dem Beifahrersitz umzubringen. Der Mann kam wegen Hinweisen auf psychische Probleme in das Krankenhaus, aus dem er in der Nacht zum Montag floh. Seitdem fahndet die Polizei öffentlich nach dem Deutschen - warnte aber davor, ihn anzusprechen.

Erstmeldung vom 27. Juli 2020

Günzburg - Aus dem Bezirkskrankenhaus Günzburg ist in der Nacht auf Montag (27. Juli) ein Patient geflohen. Der 29 Jahre alte Mann leide an einer akuten Psychose, teilte die Polizei mit. Er müsse in ärztliche Behandlung zurückgeführt werden.

Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang: Wer dem 29-Jährigen begegne, sollte ihn nicht ansprechen, sondern direkt die Polizei verständigen. Weiter heißt es allerdings: „Bislang liegen keine Erkenntnisse über eine Gefährdung für die Bevölkerung vor.“ Hinweise zum Aufenthaltsort nimmt die Polizeiinspektion Günzburg oder jede andere Dienststelle entgegen. Im Laufe des Tages wollen die Behörden weitere Details veröffentlichen.

Günzburg: Patient aus Bezirkskrankenhaus geflohen - Polizei sucht mit Foto und Beschreibung

In Zusammenhang mit der Fahndung veröffentlichte die Polizei neben eines Fotos des entflohenen Patienten auch eine Beschreibung. Der gesuchte 29-Jährige sei 1,80 bis 1,85 Meter groß, habe eine sportlich-schlanke Figur und war zum Zeitpunkt seiner Flucht mit einem blauen Schlafanzug bekleidet. Weitere Details hierzu sind nicht bekannt, heißt es. (nema mit dpa)

Die Meldung des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West im Wortlaut:

Der 29-jährige Patrick Mößle ist in der Nacht vom 26. auf 27.07.2020 aus dem BKH Günzburg entwichen. Er gilt als akut psychotisch und sollte in ärztliche Behandlung zurückgeführt werden. Hinweise zum Aufenthaltsort nimmt die Polizeiinspektion Günzburg oder jede andere Dienststelle entgegen.

Vor einiger Zeit fahndete die Polizei schon einmal mit Hochdruck nach einem aus der Forensik des BKH Günzburg entflohenen Mann. Ein Zeuge gab schließlich den entscheidenden Hinweis.

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Rubriklistenbild: © Friso Gentsch/dpa

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