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Bei Nürnberg entgleiste ein Güterzug. Mehrere Waggons kippten dabei um.

Millionenschaden bei Güterzug-Unglück in Nürnberg

Nürnberg - Ein Millionenschaden ist bei einem Güterzugunglück bei Nürnberg entstanden. Aus zunächst ungeklärten Gründen waren 14 Waggons auf der Fahrt zum Rangierbahnhof entgleist.

Ein Waggon sei umgekippt, zwei ständen neben den Gleisen, elf seien aus dem Gleis gesprungen und seien in Schräglage, berichtete ein Polizeisprecher. Die Bahnpolizei sprach von einem Sachschaden von rund drei Millionen Euro.

Fotostrecke von der Unfallstelle

Güterzug bei Nürnberg entgleist

Ein Bahnsprecher hatte sich hingegen am Abend bei der Schadenshöhe zunächst nicht festlegen wollen. “Es sind praktisch die mittleren 14 Waggons aus den Gleisen gesprungen“, erläuterte der Polizeisprecher.

Hingegen stünden die vorderen fünf Waggons samt Lok und die hinteren fünf Waggons noch im Gleis. Dadurch sei auch der Lokführer bei dem Unglück mit dem Schrecken davon gekommen. Niemand sei verletzt worden. Die Ursache des Unglücks sei noch unklar, sagte ein Bahnsprecher am Abend. Neben den entgleisten Güterwagen sei auch die Bahnstrecke im Westen der Stadt bei dem Unglück schwer in Mitleidenschaft gezogen worden. “Die Gleise wurden auf einer Länge von rund 400 Metern stark beschädigt“, sagte ein Bahnsprecher.

Wegen des Unfalls war der Güterverkehr im Raum Nürnberg erheblich beeinträchtigt. Güterzüge Richtung Rangierbahnhof würden großräumig umgeleitet. Der Personenverkehr der Bahn war hingegen nicht betroffen.

Aufgrund einer unklaren Gefahrgut-Deklaration hatte zunächst ein Kesselwagen für erhebliche Aufregung gesorgt. Wegen eines entsprechenden Gefahrguthinweises am Waggon waren die Einsatzkräfte zunächst von einer Säureladung ausgegangen. Bei einer näheren Untersuchung der Ladepapiere stellte sich schließlich heraus, dass der Tankwagen unbeladen war. Der Rest des Güterzugs, der aus dem niedersächsischen Seelze nach Nürnberg unterwegs war, bestand aus Containerwaggons und geschlossenen Güterwagen.

Erheblich erschwert wurden die Bergungsarbeiten nach Polizeiangaben dadurch, dass erst Stunden nach dem Unglück der Strom auf der Strecke abgestellt werden konnte. Dies sei Voraussetzung für einen gefahrlosen Einsatz von Rettungskräften. “Es gab da wohl Probleme bei der Bahn, die Strecke komplett vom Strom zu nehmen“, hieß es. Die Unglücksstelle liegt unmittelbar neben einer viel befahrenen Stadtautobahn und dem Main-Donau-Kanal. An die andere Seite der Unglücksstelle grenzt ein Wohngebiet.

dpa

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