Münchner (53) brutal zusammengeschlagen - Täter flüchtig

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Im Zwischenlager Gundremmingen, das 2004 gebaut wurde, ist Platz für 192 Castorbehälter.

Neue Schutzmauer für bayerische AKW - Gründe geheim

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München - Zehn Meter hoch und weithin sichtbar: Das Zwischenlager Gundremmingen bekommt eine neue Stahlbetonmauer. Doch warum besteht plötzlich erhöhter Sicherheitsbedarf? Die Behörden halten sich bedeckt.

Mit Platz für insgesamt 192 strahlende Castorbehälter ist Gundremmingen das mit Abstand größte Lagerzentrum für hochradioaktiven Atommüll in Deutschland. Nun wird um das zwischen Dillingen und Günzburg gelegene Zwischenlager eine neue Stahlbetonmauer gebaut. Der Gemeinderat hat den Bau der zehn Meter hohen und 85 Zentimeter dicken Mauer genehmigt - ohne zu wissen, warum!

Besteht etwa Terrorgefahr? Oder soll so das eventuelle Austreten von Strahlung verhindert werden? Der Gemeinderat Gundremmingen tappt im Dunkeln und bemängelt fehlende Transparenz.

Bürgermeister Wolfgang Mayer sagte gegenüber dem Radiosender Bayern 2: "Das Bundesamt für Strahlenschutz möchte, dass die Zwischenlager wie bei uns in Gundremmingen und oder auch in Biblis nachgerüstet werden sollen. Wieso, weshalb, warum entzieht sich meiner Kenntnis. Aber das ist ein Bauantrag nach dem Baugesetzbuch, meine eigenen Empfindungen muss ich zurückstellen"

Der Antrag wurde vom Kernkraftwerk selbst gestellt, der Betreiber trägt die Kosten von mehreren Millionen Euro. Die Frage, die sich nun nicht nur die Gemeinderatmitglieder stellen, lautet: Warum muss ein Zwischenlager, das doch eigentlich als "sicher" eingestuft wurde, nun zusätzlich geschützt werden?

Die Atomkraftwerke in Deutschland und Europa

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Offenbar baut das Kernkraftwerk, das zu 75 Prozent RWE in Essen und zu 25 Prozent E.ON in Hannover gehört, den Schutzwall nicht ganz freiwillig. Die Forderung kommt vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), um die Sicherheit zu erhöhen. Das Bundesumweltministerium, das gegenüber dem BfS weisungsbefugt ist, schweigt sich zu dem Thema aus.

Etwas konkreter wird das niedersächsische Umweltministerium: "Es gibt neu gewonnene Erkenntnisse über Tatmittel und Täterverhalten. Deswegen wurden die Betreiber sämtlicher Zwischenlager aufgefordert, den Schutz durch Verstärkung der Barrieren zu erhöhen."

Auch am zweiten bayerischen AKW-Standort Isar II bei Landshut sind bereits die Vorbereitungen für den Bau einer hohen Mauer angelaufen. Eine Sprecherin des bayerischen Umweltministeriums sagte dazu: “An den Brennelement-Zwischenlagern in Deutschland werden Ertüchtigungsmaßnahmen durchgeführt.“ Die Details unterliegen laut bayerischem Ministerium der Geheimhaltung.

Viel Spielraum für Interpretationen

Die Maßnahmen erfolgten “im Rahmen einer regelmäßig stattfindenden Überprüfung“, sagte die Sprecherin. Die Planung zu den jetzt umzusetzenden Maßnahmen wurde bereits vor der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima eingeleitet.

Das Kernkraftwerk Gundremmingen lässt sich nicht in die Karten schauen. "Die Standort-Zwischenlager werden um eine bauliche Barriere ergänzt. Einige Abschnitte werden durch eine zusätzliche Mauer verstärkt, die auch nach außen hin sichtbar sein wird. Um die Wirksamkeit der Sicherungsmaßnahme zu gewährleisten, können weitere Einzelheiten nicht dargelegt werden", heißt es in einem offiziellen Statement.

Die Maßnahmen und die unzureichende Informationspolitik lassen jedenfalls viel Spielraum für Interpretationen - keine davon lässt einen wirklich ruhig schlafen.

dh

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