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Gustl Mollath muss in der Psychiatrie bleiben.

Er muss in Psychiatrie bleiben

Mollath von Regensburger Entscheidung enttäuscht

Bayreuth/Regensburg - Der seit Jahren in der Psychiatrie festgehaltene Gustl Mollath hat zwar mit der ablehnenden Entscheidung des Landgerichts Regensburg über seinen Wiederaufnahmeantrag gerechnet, ist aber dennoch enttäuscht.

Lesen Sie hier die Diskussion zur Entscheidung des Regensburger Landgerichts.

„Eine Trendwende in meinem Fall hat sich nie angedeutet“, sagte Mollath am Mittwoch. „Ich weiß, wie ich bisher über Jahre behandelt wurde.“ Er sei dennoch enttäuscht: „Selbst Fachleute sind entsetzt über diese Entscheidung.“ Das Landgericht Regensburg hatte die Wiederaufnahmeanträge seines Verteidigers und der Staatsanwaltschaft zuvor abgewiesen.

Nun ist erneut das Landgericht Bayreuth am Zuge, zu entscheiden, ob der 56-Jährige weiter als gemeingefährlich in der Psychiatrie eingesperrt bleibt. Das Gericht habe ihm den Sachverständigen Norbert Leygraf vorgeschlagen, der ihn erneut begutachten soll. „Ich werde das nun mit meinen Anwälten prüfen“, sagte Mollath.

Ein wenig Ablenkung erhofft sich Mollath von einer Einladung der fraktionslosen Landtagsabgeordneten Gabriele Pauli. Diese will ihn an diesem Donnerstag zum Empfang der bayerischen Staatsregierung im Neuen Schloß in Bayreuth mitnehmen. „Ich habe sofort einen Antrag formuliert und abgegeben, dass ich in Begleitung des Klinikpersonals oder von Polizeibeamten dort hin darf“, sagte Mollath. Pauli habe nun am Donnerstag zunächst ein Gespräch mit dem Bezirkskrankenhaus Bayreuth, in dem Mollath untergebracht ist.

Ein Gespräch mit Ministerpräsident Horst Seehofer oder Justizministerin Beate Merk (beide CSU) strebe er nicht an, falls sein Antrag genehmigt werde. „Ich würde still und brav neben Frau Pauli stehen“, sagte Mollath. Er machte sich dabei vor allem Sorgen, dass er keinen Smoking habe.

dpa

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