Gustl Mollath wird nicht nach Ansbach verlegt

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München/Bayreuth – Eine Verlegung des in der geschlossenen Psychiatrie Bayreuth einsitzenden Gustl Mollath wird weiter geprüft. Der Bezirk Oberfranken schloss gestern nur eine Verlegung in das mittelfränkische Ansbach aus.

Zuvor hatte sich die Staatsanwaltschaft Nürnberg gegen eine Verlegung nach Ansbach ohne die Zustimmung Mollaths ausgesprochen. Justizministerin Beate Merk (CSU) schloss sich via Twitter an: „Das Ministerium sieht das ebenso.“

Ein Sprecher präzisierte, dass die Ministerin gegen jede Verlegung gegen Mollaths Willen sei. Die Entscheidung treffe aber der Bezirk. Auch die Staatsanwaltwschaft hat nur ein Anhörungsrecht. Eine Verlegung in andere Kliniken werde weiter erwogen, sagte Verwaltungsdirektor Rudolf Burger unserer Zeitung. „Ich schließe gar nichts aus.“ Sollte man die Verlegung in einen anderen bayerischen Bezirk planen, werde man die Staatsanwaltschaft erneut anhören. Auch eine Verlegung gegen das Votum der Staatsanwaltschaft sei möglich.

Philipp Vetter

Rubriklistenbild: © SWR/Report Mainz per dpa

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