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El Masri hat den OB attackiert.

Gutachter prüft el Masris Schuldfähigkeit

Neu-Ulm/Memmingen - Nach dem tätlichen Angriff auf den Oberbürgermeister von Neu-Ulm soll der Deutsch-Libanese Khaled el Masri von einem Gutachter auf seine Schuldfähigkeit untersucht werden.

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Wie die Staatsanwaltschaft in Memmingen am Mittwoch mitteilte, kann gegen den 46-Jährigen erst Anklage erhoben werden, wenn das psychiatrische Gutachten vorliegt. Den Angaben zufolge wird damit frühestens in zwei bis drei Monaten gerechnet. Da bei el Masri, der unter Bewährung steht, Wiederholungsgefahr bestehe, werde er bis auf weiteres in Untersuchungshaft bleiben.

El Masri hatte sich am Freitag Zugang zum Büro des Neu-Ulmer Rathauschefs verschafft und dort unvermittelt mit Fäusten auf ihn eingeschlagen und einen Stuhl nach ihm geworfen. Dabei war Gerold Noerenberg (CSU) an der Hand und im Gesicht verletzt worden. Gegen el Masri war Haftbefehl wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung erlassen worden.

Der Deutsch-Libanese war 2004 vom US-Geheimdienst nach Afghanistan verschleppt und dort fast sechs Monate gefangen gehalten worden. Er gilt seitdem als traumatisiert. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland hatte er im Januar 2007 in einem Neu-Ulmer Großmarkt Feuer gelegt und war dafür Ende 2007 zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt worden.

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