Bilanz 2009 der Bauern:

Gute Ernten, niedrige Preise

Nürnberg - Die Bauern haben heuer zwar eine gute Ernte eingefahren, müssen aber mit niedrigen Preisen rechnen. Gründe sind die weltweit hohe Ernte, der starken Euro und die rückläufige Nachfrage.

Trotz regionaler Unterschiede lagen die Erntemengen und Qualitäten zum Teil deutlich über dem langjährigen Durchschnitt. Die Getreideernte lag mit 7,1 Millionen Tonnen um sieben Prozent über dem Mittelwert.

Nach dem Rekordjahr 2008 gab es bei Brotgetreide mit rund vier Millionen Tonnen erneut einen überdurchschnittlichen Ertrag. Trotz eines Rückgangs der Anbauflächen um mehr als 15 Prozent ist laut Brunner auch die Versorgung mit Braugerste gesichert.

Geringe Nachfrage, niedrige Preise

Aufgrund der günstigen Eiweißwerte und des hohen Vollgerstenanteils lag die Erntemenge aber mit 400 000 Tonnen um ein Viertel über dem Vorjahresergebnis. Die geringe Nachfrage habe aber unbefriedigende Erzeugerpreise zur Folge, betonte Bayerns Agrarminister Helmut Brunner (CSU).

Trotz eines schweren Hagelunwetters ist die Hopfenernte zufriedenstellend. In der Hallertau wurden 757 000 Zentner gepflückt, im Anbaugebiet Spalt 12 000. Nicht zufrieden sind einer Mitteilung des Ministeriums aus München zufolge die Feldgemüseanbauer im Freistaat.

Preise deutlich unter Vorjahresniveau

Angesichts des großen Angebots und der äußerst verhaltenen Nachfrage lagen die Preise deutlich unter dem Vorjahresniveau. Bei schnell verderblicher Ware wie Salaten, Blumenkohl oder Lauch seien die Märkte regelrecht zusammengebrochen. Lediglich bei Einlegegurken und Zwiebeln hätten leistungsfähige Verarbeitungsbetriebe für einen gesicherten Absatz und stabile Preise gesorgt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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