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Mit rußgeschwärzten Gesichtern, Fackeln, Kuhglocken und Transparenten haben niederbayerische Bauern am 13. November in Ruhstorf an der Rott gegen die Agrarpolitik und den Deutschen Bauernverband protestiert.

Umstrittenes Haberfeldtreiben sorgt weiter für Ärger

München/Niederalteich - Das umstrittene Haberfeldtreiben von einigen Bauern sorgt weiter für Diskussionen und Ärger.

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Das Haberfeldtreiben

So soll die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) wegen ihrer Teilnahme am Haberfeldtreiben zwar nicht aus der Zukunftskommission Landwirtschaft ausgeschlossen werden. Bei einer Tagung zur Agrarpolitik im niederbayerischen Niederalteich wurde hingegen die AbL-Vertreterin wieder ausgeladen.

Nach einem Bericht der “Passauer Neuen Presse“ (Mittwoch) haben Ministerpräsident Horst Seehofer und Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (beide CSU) beschlossen, die AbL in der Kommission zu belassen. Den Ausschluss hatte zuvor der CSU-Bundestagsabgeordnete Max Straubinger gefordert. In einem Brief an Straubinger bezeichnet auch Brunner das Haberfeldtreiben als unwürdige Aktion und alles andere als eine angemessene Form der Auseinandersetzung.

Bilder vom Haberfeldtreiben

Bilder vom Haberfeldtreiben

Brunner macht in dem Schreiben unmissverständlich klar, dass er solche Veranstaltungen deutlich missbilligt. “Dennoch sollten wir keine Politik der Ausgrenzung betreiben“, schreibt er. Seehofer und er meinten, dass in diesem Gremium der gesamte Bauernstand auch gerade mit seinen unterschiedlichen Auffassungen mitwirken soll.

Am Freitag hatten rund 1000 Landwirte in Ruhstorf, wo Bauernpräsident Gerd Sonnleitner wohnt, gegen den Bauernverband demonstriert. Nun wurde nach einem Bericht des Bayerischen Rundfunks deswegen die AbL-Landesvorsitzende Edith Liersch von der Landvolkshochschule in Niederalteich gebeten, nicht wie zunächst geplant zu einer Veranstaltung zu kommen, an der am Mittwochabend auch Sonnleitner teilnehmen wollte.

Derzeit schienen die Fronten zwischen den verschiedenen Bauernfunktionären so verhärtet zu sein, dass die beiden Seiten nicht zusammen über die Agrarpolitik diskutieren könnten, sagte die Leiterin der Landvolkshochschule, Helga Grömer, dem Sender. Die Ausladung von Liersch sei in dieser Situation “das kleinere Übel“ gewesen.

dpa

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