Häftling nach Auseinandersetzung mit Mitgefangenen gestorben

Straubing - Ein bei einer Auseinandersetzung in der Justizvollzugsanstalt Straubing schwer verletzter Häftlinge ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft Regensburg am Freitagabend gestorben.

Der 34-Jährige war vor rund einer Woche mit schweren Stichverletzungen in seiner Zelle gefunden worden, nachdem es nach einem Zellen-Aufschluss zu Auseinandersetzungen in einer Gruppe von rund zehn Gefangenen gekommen war. In einem anderen Raum war ein 40 Jahre alter Häftling ebenfalls schwer verletzt gefunden worden. Ein dritter Insasse wurde leicht verletzt.



Die tätlichen Auseinandersetzung sollen den Angaben zufolge unter Gefangenen russlanddeutscher Herkunft stattgefunden haben. Das Opfer sei in Tadschikistan aufgewachsen und verbüßte in Bayern eine Freiheitsstrafe von 12 Jahren und sechs Monaten wegen Drogenhandels. Der 34-Jährige war zu der hohen Haftstrafe verurteilt worden, weil er zwischen 2001 und 2006 insgesamt rund 156 Kilogramm Haschisch von einem holländischen Rauschgifthändler übernommen und weiterverkauft haben soll.



Eine Arbeitsgruppe der Kripo Straubing soll jetzt die Einzelheiten des Todesfalls ermitteln. Nähere Angaben wurden aus ermittlungstaktischen Gründen nicht gemacht.

(dpa/lby)

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