Schmuck-Räuber quälten Opfer mit Elektroschocker

Würzburg - Ein Juwelier-Räuber ist am Dienstag vom Landgericht Würzburg zu neun Jahren Haft verurteilt worden.

Der 34-jährige Mann hatte zuvor gestanden, mit zwei Komplizen im vergangenen Juli eine Würzburger Goldschmiede überfallen zu haben. Das Gericht stufte die Tat als schweren Raub ein. Das Trio hatte damals Schmuck im Wert von rund 18 000 Euro erbeutet.

Weil die 34 bis 59 Jahre alten Männer eine Auszubildende des Ladens mit einem Elektroschocker gequält und geschlagen hatten, wurde der Angeklagte auch wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt.

Die beiden anderen Täter hatten bei ihrem Prozess Ende März Haftstrafen von dreieinhalb und sieben Jahren erhalten. Das Verfahren gegen den 34-Jährigen war damals abgetrennt worden, weil noch ein psychologisches Gutachten eingeholt werden musste.

Laut diesem Gutachten ist der Mann voll schuldfähig. Unter diesem Druck hatte der Räuber am Dienstag die Tat zugegeben. Auch einen Überfall auf einen Schmuckladen im mittelfränkischen Feucht im vergangenen Juni gestand er.

Der Staatsanwalt hatte für den Mann eine Freiheitsstrafe von zehneinhalb Jahren gefordert, die Verteidigung von acht Jahren.

dpa

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