Haftstrafe für Bürgermeister wegen Untreue

Vestenbergsgreuth/Erlangen - Wegen Untreue ist der Bürgermeister der mittelfränkischen Gemeinde Vestenbergsgreuth, Rudolf Müller (CSU), zu einer Haftstrafe von 21 Monaten verurteilt worden.

Gemeindearbeiter halfen auch schon mal auf seiner privaten Sommerrodelbahn aus, die Lohnkosten dafür aber überließ er der Stadtkasse - dafür muss der Bürgermeister von Vestenbergsgreuth (Landkreis Erlangen-Höchstadt), Rudolf Müller (CSU), nun für 21 Monate hinter Gitter. Mit diesem Urteil ist am Mittwoch ein neuntägiger Prozess vor dem Amtsgericht Erlangen zu Ende gegangen. Das Gericht lastet dem 62-Jährigen insgesamt 38 Untreuefälle an, teilte Justizsprecher Thomas Koch am Mittwoch mit. Der Verurteilte bestreitet die Unrechtmäßigkeit seiner Taten. Aufgekommen waren die Vorwürfe durch eine anonyme Anzeige.

Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft hatte der Bürgermeister zwischen April 2004 und Oktober 2007 bis zu fünf Gemeindebeschäftigte in seinen Privatunternehmen eingesetzt, darunter auch einer Sommerrodelbahn. Die Lohnkosten dafür habe er aber in keinem der Fälle mit der Gemeinde abgerechnet. Dadurch sei der Kommune ein Schaden von rund 30 000 Euro entstanden. Als strafverschärfend wirkte sich nach Kochs Angaben Müllers Uneinsichtigkeit während der neun Verhandlungstage aus. Der ehrenamtliche Politiker habe keinerlei Unrechtsbewusstsein gezeigt. Vielmehr hatte Müller während des Prozesses von “einer Intrige wirtschaftlicher und politischer Gegner“ gesprochen.

dpa

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