Haftstrafe für Messerattacke auf 79-Jährigen

Würzburg - Sechs Jahre und zehn Monate muss eine 60-Jährige ins Gefängnis. Sie hatte einen Mann (79) mit einem Messer angegriffen und lebensgefährlich verletzt.

Nach einer Messerattacke auf einen Rentner muss eine 60 Jahre alte Frau für sechs Jahre und zehn Monate ins Gefängnis. Das Landgericht Würzburg verurteilte die Frau am Montag wegen versuchter räuberischer Erpressung und gefährlicher Körperverletzung.

Die Angeklagte hatte zum Prozessauftakt gestanden, dass sie den 79-Jährigen und seine Frau in Ochsenfurt (Landkreis Würzburg) bedroht hatte, um an Geld zu kommen. Allerdings habe sie ihre Opfer weder verletzen noch töten wollen.

Als Motiv für die Tat vermutete die Staatsanwaltschaft die hohe Schuldenlast der Unternehmerin. Nach Gerichtsangaben soll die Friseurmeisterin auf Schulden von 368 000 Euro sitzen. Im Januar 2009 hatte die Frau bei dem Paar, das sie persönlich kannte, geklingelt - und behauptet, sie wolle einen Blumenstrauß abgeben. Sie trug dabei eine schwarze Strumpfmaske und eine Perücke.

Im Treppenhaus traf sie auf den 79-Jährigen, es kam zu einem Gerangel. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Angeklagte auf den Mann eingestochen hatte, der dabei lebensgefährliche Verletzungen erlitt.

Weil die Eheleute aber kein Geld im Haus hatten, flüchtete die Frau aus dem Landkreis Kitzingen schließlich. 14 Tage nach der Tat wurde sie auf der spanischen Ferieninsel Gran Canaria gefasst.

Die Mutter eines erwachsenen Sohnes ist bereits wegen anderer Delikte wie Urkundenfälschung und Betrugs aktenkundig und in der Vergangenheit zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden.

dpa

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