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Haftstrafen nach „Belagerung“ der Polizeiinspektion Miesbach

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Justitia
Eine Statue der Justitia hält eine Waage und ein Schwert in der Hand. © Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Für den Versuch, zwei Männer aus dem Polizeigewahrsam zu befreien, hat das Amtsgericht München vier Männer zu Haftstrafen ohne Bewährung verurteilt. Das Gericht verhängte am Montag Strafen zwischen einem Jahr und einem Jahr und fünf Monaten unter anderem wegen Landfriedensbruch und versuchter Gefangenenbefreiung.

München/Miesbach - Die vier Männer im Alter zwischen 23 und 48 Jahren waren laut Anklage Teil einer Gruppe von 26 Menschen, die im August 2021 die Polizeiinspektion Miesbach regelrecht belagert hatte.

Die Gruppe wollte die Freilassung eines 23-Jährigen erzwingen, der wegen des Verdachts des Kindesmissbrauchs in Hausham festgenommen und zur Polizei nach Miesbach gebracht worden war, sowie die eines 43-Jährigen, der die Menge als „Rädelsführer“ zur Polizei geführt haben soll und vor Ort festgenommen wurde.

Laut Anklage drohten die Menschen in der Gruppe mit geballten Fäusten „und versuchten sich durch Rütteln und Klopfen an der Türe Eintritt in das Gebäude zu verschaffen“. Polizeibeamte wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft „mit handgroßen Steinen, Schuhen, Plastikflaschen sowie weiteren Gegenständen“ beworfen und mit Fäusten ins Gesicht geschlagen.

Drei der vier Urteile sind nach Angaben einer Gerichtssprecherin bereits rechtskräftig. dpa

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