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Kinder in Halloween-Kostümen gehen am 31.10.2014 in Straubing (Bayern) vor einem gruselig geschmückten Haus.

Jugendliche randalieren

Halloween: Die Schadensbilanz in Bayern

München - Vor allem Kinder und Jugendliche haben Halloween für "Streiche" genutzt. Einige davon entpuppten sich bei genauerem Hinsehen aber als Straftaten. Die Schadensbilanz der Polizei in Bayern.

Eier und Schmierereien an Hauswänden, Böller in Briefkästen und in Brand gesteckte Gegenstände - die bayerische Polizei musste in der Halloween-Nacht häufig ausrücken, größere Vorkommnisse blieben aber aus. Beim größten Teil der Einsätze wurden die Beamten wegen Ruhestörung oder Sachbeschädigung gerufen. Vor allem jugendliche Gruppen nutzten die Geisternacht zum Samstag, um Randale zu machen.

Übler Halloween-Streich: Kinder zünden Fußabstreifer an

In Burgrain (Landkreis Garmisch-Partenkirchen) haben Kinder den Bewohnern eines Mehrfamilienhauses einen üblen Halloween-Streich gespielt. Sie zündeten im Hausflur einen Fußabstreifer an. Da eine Bewohnerin sehr früh einen Brandgeruch bemerkte, konnte sie den Fußabstreifer mit Decken abdecken, bevor überhaupt ein richtiger Brand entstand. Allerdings wurde die Wohnungstüre leicht beschädigt. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 100 Euro.

Nach Halloween-Party: 21-Jähriger schlägt Mann Flasche ins Gesicht

Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd meldete am Samstag 50 Halloween-Einsätze mit einem Gesamtschaden von rund 1500 Euro. Am häufigsten mussten die Beamten in Rosenheim, Traunstein, Altötting, Burghausen, Traunreut und Garmisch-Partenkrichen ausrücken. In sechs Fällen nahm die Polizei Halloween-"Geister" in Gewahrsam.

Die wohl heftigste Auseinandersetzung der Nacht hatten ein 21-Jähriger aus Prien und ein 24-Jähriger aus Rosenheim. Nachdem der Jüngere nach einer Halloween-Party die weibliche Begleitung des Älteren beleidigt hatte, kam es zum Streit. Der 21-Jährige schnappte sich daraufhin eine Glasflasche von einem Passanten und schlug dem 24-Jährigen damit ins Gesicht. Der Ältere erlitt eine große, klaffende Schnittwunde im Gesicht. Er musste mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht werden. Zeugen des Streits hielten den Priener unterdessen fest, bis die Polizei am Tatort eintraf. Die Beamten brachten den jungen Mann aufs Präsidium. Da er sich weiterhin aggressiv und uneinsichtig verhielt, verbrachte er die Nacht in einer Ausnüchterungszelle.

So verlief Halloween in Unterfranken und der Oberpfalz

Die Polizei in Unterfranken meldete rund 60 mit Halloween verbundene Vorfälle. Dort rollten Teenager eine Schubkarre einen Berg hinunter und ließen sie in ein geparktes Auto krachen. Außerdem wurden ein Sperrmüllsofa in Brand gesteckt und Gullydeckel ausgehoben.

In der Oberpfalz sprengten Unbekannte mehrere Briefkästen mit Böllern. In Amberg randalierten Jugendliche auf einem Friedhof, sie rissen Pflanzen von den Gräbern und schütteten das Wachs der Grablichter auf die Grabsteine.

dpa

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