Hammer-Mord: Prozess zieht sich in die Länge

Coburg - Der Prozess um den Hammer-Mord an einer 16-Jährigen wird länger andauern, als geplant. 50 Zeugen sollen gehört werden. Das für Freitag angekündigte Urteil wird wohl auf nächste Woche verschoben.

Der Prozess um den Tod einer Schülerin in Coburg wird wohl länger dauern als ursprünglich vom Landgericht geplant. Es habe bereits am Auftakttag am Mittwoch Verzögerungen gegeben, sagte ein Justizsprecher am Donnerstag. Eigentlich wollte die Kammer an diesem Freitag (20. Januar) ihr Urteil sprechen. Nun wird damit gerechnet, dass auch noch in der kommenden Woche verhandelt wird.

Vor Gericht steht ein 21 Jahre alter Mann. Er hatte am Mittwoch eingeräumt, das damals 16 Jahre alte Mädchen mit Hammerschlägen und Messerstichen umgebracht zu haben. Das Opfer und der angehende Bürokaufmann hatten sich am 8. April 2011 erst wenige Stunden vor der Tat über das Internet-Netzwerk Facebook kennengelernt.

Sie waren dann in der Wohnung des Angeklagten in Streit geraten - die Auseinandersetzung endete tödlich. Am nächsten Tag schaffte der 21-Jährige die Leiche in ein Waldstück. Das Mädchen galt zunächst als vermisst. Als die Polizei dem Angeklagten auf die Spur kam, führte er die Ermittler schließlich zur Leiche.

Mehr als 50 Zeugen waren zu dem Prozess geladen worden, der von großer öffentlichen Aufmerksamkeit in Coburg begleitet wird.

dpa

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