Handgranaten-Anschlag gegen Schuldner

Laufach - Weil er seine Schulden nicht bezahlte, hetzten zwei Männer einem 39-Jährigen Schläger auf den Hals. Um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, veranlassten sie zudem einen Handgranaten-Anschlag.

Mit brutalen Schlägen und einer gezündeten Handgranate haben mehrere Männer in Unterfranken einen säumigen Schuldner monatelang erpresst. Weil der 39-jährige Autohändler den zwei Auftraggebern der Schlägerei rund 400.000 Euro geschuldet haben soll, hätten die Schläger den Mann aus Laufach (Landkreis Aschaffenburg) bereits seit August 2011 massiv unter Druck gesetzt, teilte das Landeskriminalamt (LKA) am Montag in München mit.

Zunächst hätten sie ihn verprügelt - allerdings ohne Erfolg. Das ausstehende Geld sei nicht bezahlt worden. Deshalb zündeten die Männer im November 2011 eine Splitter-Handgranate, die unter dem Auto der Lebensgefährtin des 39-Jährigen explodierte. Dabei wurde aber niemand verletzt. Eine Ermittlungsgruppe des LKA und der Kriminalpolizei Aschaffenburg konnte schließlich die beiden Auftraggeber, die drei Schläger sowie den Vermittler zwischen ihnen ausfindig machen und festnehmen. Sie müssen sich nun vor Gericht verantworten.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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