Handgranaten im Wald gefunden

Vilsbiburg - Zwei scharfe Handgranaten sind am Dienstag in einem Waldstück gefunden worden. Das Landeskriminalamt untersucht die gefährlichen Fundstücke nun.

Als er zwei Granaten in einer Platiktüte fand, rief ein Jäger aus Vilsbiburg sofort die Polizei - zu Recht, wie sich herausstellen sollte. Denn es handelte sich tatsächlich um funktionsfähige Waffen.

Der Fundort, ein Waldstück nahe der Bundesstraße 299 zwischen Vilsbiburg und Landshut, wurde weiträumig abgesperrt und die Technische Sondergruppe des Bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) verständigt.

Die Experten identifizierten die Handgranaten als Typ M75. "Diese aus dem ehemaligen Jugoslawien stammenden Handgranaten werden seit mehr als 20 Jahren illegal aus den ehemaligen Warschauer Pakt Staaten nach Deutschland gebracht", erklärte ein Sprecher.

Am Mittwoch wurde der Fundort nochmals abgesucht, um sicherzugehen, dass nicht noch mehr Sprengstoff dort liegt. Einen Hinweis auf die vormaligen Besitzer der Granaten hat das LKA noch nicht. Derzeit werden sie auf Spuren untersucht.

Das LKA weist angesichts des Falls auf die Gefährlichkeit solcher Fundstücke hin. Wer so etwas findet, solle sofort die Polizei rufen - ein Berühren kann lebensgefährlich sein.

Sachdienliche Hinweise nimmt das Bayerische Landeskriminalamt unter 089/1212-0 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

mm

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