+
Die kälteste Jahreszeit sorgt leider nicht nur für traumhafte Winterlandschaften, sondern auch für die sogenannte Winterarbeitslosigkeit. 

Schwächelt der Arbeitsmarkt?

Harter Winter in Bayern: Immer mehr Arbeitslose dank Frost und Schnee 

Weitere unwillkommene Effekte einer ohnehin unliebsamen Jahreszeit: Dieser nasskalte Dezember bringt Bayern nicht nur Frost und Schnee, sondern auch steigende Arbeitslosigkeit. 

Nürnberg - Frost und Schnee haben nach Einschätzung von Fachleuten zum Jahresabschluss die Zahl der Arbeitslosen in Bayern leicht steigen lassen. Die Quote dürfte wegen dieses Saisoneffekts von 2,9 Prozent auf 3,0 Prozent steigen, erwartet ein Konjunkturexperte im bayerischen Arbeitsministerium. Dies entspräche etwa 215 000 Arbeitslosen nach 208 500 im November. Dies wären rund 6500 Jobsucher mehr als im Vormonat, aber rund 19 500 weniger als im Jahr davor. Die offiziellen Arbeitslosenzahlen gibt die bayerische Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch bekannt.

Trotzdem bleibt der bayerische Arbeitsmarkt konstant

Lasse man solche saisonalen Entwicklungen aber außer Acht, präsentiert sich der bayerische Arbeitsmarkt nach Einschätzung des Ministeriumsvertreters weiterhin robust. Man dürfe nicht vergessen, dass die Arbeitslosigkeit noch im Dezember 2016 mit einer Quote von 3,3 Prozent bei 234 599 Betroffenen gelegen habe. Am stärksten von der Winterarbeitslosigkeit dürften nach seiner Einschätzung die Oberpfalz und Niederbayern betroffen sein. Dort liege der Anteil der Beschäftigten, die in Außenberufen arbeiten, über dem in anderen Landesteilen.

Für 2018 rechnet der Experte mit weiter steigenden Beschäftigtenzahlen und anhaltend sinkender Arbeitslosigkeit. „Wir haben hervorragende Vorzeichen: Einen breit angelegten Aufschwung. Unternehmer und Verbraucher sind in Hochstimmung“, betonte er.

dpa

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Biebelried/Bayern: Todes-Rätsel nach drei Jahren zufällig gelöst
Nach langer Fahndung ist die Identität eines mysteriösen Toten geklärt. Ein Angehöriger hatte im Internet eine traurige Entdeckung gemacht.
Biebelried/Bayern: Todes-Rätsel nach drei Jahren zufällig gelöst
Schluss mit Bairisch: Darf man seinem Partner den Dialekt verbieten?
Niemand würde sich den eigenen Dialekt verbieten lassen: Das zeigt: Für unser Identitätsgefühl sind wir bereit, zu kämpfen. Das schürt auch Konflikte. Ein Kommentar von …
Schluss mit Bairisch: Darf man seinem Partner den Dialekt verbieten?
Busse kollidieren: Polizei äußert sich zur Unfallursache
In der Nähe von Fürth kollidierten zwei Busse. Zwölf Menschen wurden schwer verletzt, darunter mehrere Schüler. Jetzt äußert sich die Polizei zur Unfallursache.
Busse kollidieren: Polizei äußert sich zur Unfallursache
Putzfrau im Diebes-Rausch: Sie stiehlt mehr als 400.000 Euro
Eine Putzfrau ging in Starnberg auf großangelegten Raubzug: Sie plünderte Bargeld und Wertgegenstände aus den Häusern ihrer Opfer. Schaden: mehr als 400.000 Euro.
Putzfrau im Diebes-Rausch: Sie stiehlt mehr als 400.000 Euro

Kommentare