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Reiner Haseloff (CDU), Ministerpräsident Sachsen-Anhalts.

Haseloff: "Es bedarf einer Gleichstromtrasse"

München - Nach monatelangem Hickhack wird immer wahrscheinlicher, dass die umstrittene Gleichstromtrasse quer durch Bayern kommt - aber anders verlaufen wird als geplant.

„Unbestritten ist, dass es einer Stromtrasse bedarf“, sagte Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) am Donnerstag in München. Er hatte am Mittwoch seinen bayerischen Amtskollegen Horst Seehofer (CSU) getroffen. Dieser hat sich öffentlich bisher nicht zur Notwendigkeit der Trasse bekannt - anders als vor kurzem seine Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU).

Haseloff betonte, er spreche nicht für die bayerische Staatsregierung und wolle auch nicht aus dem internen Treffen mit Seehofer berichten. Zudem verwies er auf laufende Neuberechnungen der Bundesnetzagentur. Es gebe aber eine „klare Tendenz“, dass die Trasse nicht wie zunächst geplant in Bad Lauchstädt im Süden Sachsen-Anhalts beginnen soll, sondern deutlich weiter nördlich: im Norden des Landes, im Nordwesten Brandenburgs oder in Mecklenburg-Vorpommern. Dort könne dann der in diesen Regionen produzierte Windstrom eingesammelt werden. „Wo sich der Sammelpunkt am Ende befindet, ist eigentlich egal“, erklärte er.

Lesen Sie dazu auch: Seehofer dementiert Verlegung

dpa

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