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Schüler der ersten Sportgrundschule in Freiburg sitzen unter Aufsicht ihrer Lehrerin (M.) über ihren Heften.

Hauptschulen im Image-Tief

München - Bayerns Hauptschulen haben immer weniger Schüler. Während Realschulen Zuwachs verzeichnen und die Anmeldungen am Gymnasium konstant sind, bleibt der Hauptschule ihr schlechter Ruf.

Bayerns Hauptschulen leiden trotz Reform weiter an einem Rückgang der Schülerzahlen. Die endgültigen Anmeldezahlen liegen zwar noch nicht vor, doch verzeichnen die Realschulen nach Angaben des Kultusministeriums ungebrochenen Zulauf. “Die Quote der Realschulanmeldungen ist weiter gestiegen“, sagte eine Sprecherin des Kultusministeriums. An den Hauptschulen gebe es dagegen weiteren Rückgang. Die Anmeldungen zum Gymnasium für das nächste Schuljahr seien weitgehend konstant bei 40 Prozent.

Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) kritisierte wegen des neuerlichen Rückgangs der Hauptschulanmeldungen, das bayerische Schulsystem gerate “mehr und mehr in Schieflage“. BLLV-Präsident Klaus Wenzel prophezeite einen ungebrochenen Ansturm auf Gymnasien und Realschulen. Das Kultusministerium widersprach - zumindest was die Gymnasien betrifft. “Das können wir aufgrund der jetzt vorliegenden Zahlen nicht bestätigen“, sagte die Sprecherin.

Der BLLV beklagt, dass wegen des jahrelangen Rückgangs der Hauptschülerzahlen die Lehrer an den Realschulen und Gymnasien inzwischen überlastet seien. “Das nimmt dramatische Formen an“, sagte Wenzel. Die Probleme an Bayerns Schulen “potenzieren sich Jahr für Jahr, weil notwendige Reformen fehlen“. Der Bayerische Philologenverband (bpv) - der mit dem BLLV seit langem im Streit liegt - prognostizierte sogar einen leichten Rückgang der Gymnasialanmeldungen. Der bpv-Präsident Max Schmidt warnte aber dennoch vor ungebremstem Zulauf für die Gymnasien. Mit der 40-Prozent-Quote werde “das Potenzial an Schülern ausgeschöpft, die die besonderen Ansprüche dieser Schulart hinsichtlich Befähigung und Anstrengungsbereitschaft erfüllen können“, erklärte Schmidt.

dpa

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