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Die Flüchtlinge in Regensburg, die derzeit im Pfarrheim unterkommen, fordern ein Bleiberecht und protestieren gegen die Einstufung einiger Balkan-Staaten als sichere Herkunftsländer.

Kirchliche Obhut in Regensburg beendet

Hausfriedensbruch: Bistum zeigt Flüchtlinge im Pfarrheim an

Regensburg - Seit vier Wochen stehen 25 Flüchtlinge in Regenburg unter kirchlicher Obhut, sie lebten zuerst im Dom, dann im Pfarrheim. Damit ist Schluss: Das Bistum erstattet Anzeige.

Die seit mehr als vier Wochen unter kirchlicher Obhut stehenden Flüchtlinge in Regensburg müssen das Pfarrheim verlassen. Das Bistum habe in Rücksprache mit den Behörden festgelegt, gegen die 25 Asylsuchenden Strafanzeige wegen Hausfriedensbruch zu stellen, teilte ein Bistumssprecher am Freitag mit. Die Versorgung mit Nahrungsmitteln werde ab Samstag eingestellt, ein Notarzt sei aber erreichbar. Die ganze Gruppe oder einzelne Personen der Gruppe könnten jederzeit das Pfarrheim verlassen und mit ihrer zuständigen Ausländerbehörde die nächsten Schritte besprechen.

Hauptkritikpunkt: Kinder würden vorgeschoben

Generalvikar Michael Fuchs verurteilte insbesondere das wiederholte Vorschieben der Kinder für die unerfüllbaren Ziele der Gruppe. Die Kinder wurden demnach „von Anfang an benutzt als Transparent-Halter, als Foto-Objekte an der Protestfront, ja in konkreten Drohungen sogar als mögliche Waisenkinder durch Selbstmord der Erwachsenen und als mögliche Tötungsopfer“, sagte Fuchs.

Die Flüchtlinge hatten Anfang Juli Zuflucht im Regensburger Dom gesucht und dort fast eine Woche ausgeharrt, ehe sie in das Pfarrheim umzogen. Mit ihrer Aktion wollen sie für ein Bleiberecht und gegen die Einstufung von Balkan-Staaten als sichere Herkunftsländer demonstrieren. Nach Angaben des Bistums sind von den Flüchtlingen lediglich drei „vollziehbar ausreisepflichtig“.

dpa

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