Haussklavin-Fall: Ehepaar streitet alles ab 

Haßmersheim - Das Ehepaar, das eine 20-jährige Frau aus Würzburg über ein Jahr lang als Haussklavin gehalten haben soll, widerspricht allen Anschuldigungen.

“Meine Mandantin sagt, das Mädchen wurde nie weggesperrt oder beaufsichtigt; sie bestreitet, jemals dieses Mädchen geschlagen zu haben“, sagte der Anwalt der Familie, Günther Silcher. Die junge Frau sei oft alleine unterwegs gewesen und habe jederzeit kommen und gehen können.

Alle Mitglieder der Familie, die im badischen Haßmersheim eine junge Frau als Haussklavin gehalten haben soll, bleiben in Haft. Das Landgericht Mosbach lehnte die Haftbeschwerde der 45 Jahre alten Mutter ab. Die Entscheidung des Gerichts wurde Silcher am Freitagnachmittag zugestellt, teilte der Jurist der Nachrichtenagentur dpa mit. Er kündigte an, gegen die Entscheidung anzugehen und vor das Oberlandesgericht zu ziehen.

In diesem Haus wurde eine Frau (20) ein Jahr lang versklavt

In diesem Haus wurde eine Frau (20) ein Jahr lang versklavt

Der 51-jährige Familienvater, seine Frau und der Sohn sitzen seit rund einer Woche wegen Verdachts der Geiselname in Untersuchungshaft. Das Ehepaar war 2002 bereits vom Landgericht Heidelberg verurteilt worden, weil es die jüngere Schwester der Ehefrau über längere Zeit gefangen gehalten und misshandelt hat. Sichler hatte im damaligen Prozess das Opfer vertreten.

dpa

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