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Ein Pädagoge aus Weyarn wurde zu eine Haftstrafe von sechs Jahren verurteilt.

Heimpädagoge wegen Missbrauchs verurteilt

Weyarn/München - Ein Pädagoge eines Jugendheims in Weyarn (Kreis Miesbach) ist vom Münchner Landgericht wegen sexuellen Missbrauchs Schutzbefohlener zu sechs Jahren Haft verurteilt worden.

Die von der Staatsanwaltschaft beantragte anschließende Sicherungsverwahrung des 57-Jährigen sprach die Jugendschutzkammer aber nicht aus. Für einen Freiheitsentzug auf unbegrenzte Dauer seien die Voraussetzungen laut psychiatrischem Gutachten nicht gegeben.

Nach seinem eigenen Geständnis hatte sich der Anfang 2009 eingestellte Erzieher bis September 5 Jungen im Alter von 12 bis 15 Jahren unsittlich genähert. Der schlimmste Fall war der eines 14- Jährigen, den der Mann in dem Heim im Landkreis Miesbach sowie auf einem Kroatienausflug wiederholt missbrauchte und mit Geschenken zum Schweigen brachte. Trotz seiner pädophilen Veranlagung sei der Angeklagte bei seinen Verfehlungen voll schuldfähig gewesen, hatte der Sachverständige betont.

Er habe sich von drei der Jungen von seinem Vorhaben abbringen lassen, seinem Drang also widerstehen können. Der 57- Jährige sei gleichwohl “dringend behandlungsbedürftig“. Eine langandauernde Behandlung, zu der er bereit sei, könne seiner Gefährlichkeit begegnen.

Der Gutachter erläuterte, der Angeklagte habe sich bereits mit seiner Neigung auseinandergesetzt. Auf diese Bewertung stützte das Gericht das Strafmaß. Der Pädagoge war bereits zuvor einmal zu einer Geldstrafe wegen Besitzes von Kinderpornos verurteilt worden.

dpa

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