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Die Polizei jagt einen irren Pool-Schlitzer. In den letzten drei Jahren hat er schon 30 Planschbecken platt gemacht.

Die heiße Jagd nach dem Pool-Schlitzer

Bad Kissingen - Drei Jahre geht das Theater schon. Ein Irrer schlitzte in dieser Zeit schon mehr als 30 Planschbecken in Unterfranken auf. Die Polizei ist "heiß" auf den Täter.

Das Plätschern, das die Mama von Charlotte, Lui­se und Florian aus dem Schlaf gerissen hat, kam nicht vom Regen: Ein Unbekannter hatte den Gummi-Pool der Kleinen zerschlitzt und den Garten unter Wasser gesetzt!

Kein Witz: Die Polizei von Bad Kissingen jagt einen irren Pool-Schlitzer. In den vergangenen drei Jahren hat der Täter über 30 Mal in Unterfranken zugeschlagen. Bis­her gab es keine verwertbare Spur. Nur sein immer gleiches Markenzeichen: Zwei kerzenge­rade Schnitte in die obere Luft­kammer der Plastik-Planschbe­cken.

„Wir von der Polizeiinspektion Bad Kissingen sind jetzt heiß auf den Täter“, sagt Ermittler Stefan Haschke. „Es sind kleine wie auch große Pools betroffen.“ Was die Polizei weiß: Der Schlitzer kommt immer nachts, lässt sich auch von Zäu­nen oder Mauern nicht aufhalten. Lokal lässt sich der Unbekannte kaum eingrenzen: Er trieb in Münnerstadt, Nüdlingen, Oerlenbach und Bad Kissingen sein Unwesen. Seine Ziele sucht er sich in Kleingarten­anlagen, Wohngebieten. Aber auch vor Innenstädten schreckt er nicht zurück.

Hasst er den Lärm planschender Kinder? Gerade bei der Hitze der letzten Tage hätten Luise und Charlotte nur zu gern im Garten-Pool entspannt. „Wir haben so lange unsere El­tern überredet, uns einen neuen Pool zu kaufen. Und jetzt hatten wir gerade mal zwei Wochen un­seren Spaß.“ Auch Schwester Luise ist traurig: „Jetzt wird es mal richtig schön warm, aber ba­den können wir trotzdem nicht mehr.“

Wohl wahr: Nur noch eine trauri­ge Pfütze ist von dem blauen 2500-Liter-Pool übrig geblieben. Auf einer Länge von 77 Zentime­tern hatte der Täter ihn aufge­schlitzt. Das ablaufende Wasser spülte zu allem Übel dann auch noch Schlamm vor die Haustür der Familie Kehl.

Beim Aufräumen im Garten entdeckte man dann aber zwei Fußab­drücke, die der Täter auf seiner Schlitz-Tour hinterlassen hat. Stefan Haschke: „Wir tun al­les Menschenmögliche, um zum Erfolg zu kommen.“ Dabei geht es noch nicht mal so sehr um den Schaden, der im Fall der Familie Kehl nur bei 50 Euro liegt. Doch die Aktionen des Poolschlitzers beeinträchtigen das Sicherheitsgefühl der Anwohner. Mindestens ebenso wie der Fall des Gummistiefel-Diebes von Ochsenfurt, der dort vor drei Jah­ren sein Unwesen trieb. Aufge­klärt ist die Serie bis heute nicht. Irre…

tz

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