Werte fallen um zehn Grad

Herbst-Wetter in Bayern: Enormer Temperatursturz kommt - dazu droht saurer Regen

  • Thomas Eldersch
    VonThomas Eldersch
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Das sonnige Herbstwetter macht in den kommenden Tagen erst einmal Pause in Bayern. Polarluft zieht zu uns und lässt die Temperaturen nach unten rauschen.

München - Mit einem heftigen Knall - im wahrsten Sinne des Wortes - hat sich in der Nacht auf Montag der Spätsommer in Bayern verabschiedet. Unwetter und Starkregen haben besonders in Oberfranken gewütet. Keller und Straßen standen unter Wasser. Blitzeinschläge beschädigten Wohnhäuser und Autos. Der Regen verzieht sich zwar langsam wieder, aber dafür wird es jetzt herbstlich kalt in Bayern.

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Wetter in Bayern: Saurer Regen droht in manchen Teilen des Freistaats

Der Montag startete vielerorts mit dichten Nebelfeldern und Sichtweiten unter 150 Metern, schreibt der Deutsche Wetterdienst (DWD). In der Oberpfalz und in Niederbayern fallen noch letzte Regentropfen. Dort kann es auch Nachmittags immer wieder feucht und sogar gewittrig werden. Ansonsten bleibt es vielerorts bewölkt und weiterhin warm. In vielen Städten im Freistaat klettert das Thermometer noch einmal auf 22 Grad. Von Westen zieht in der Nacht neuer Regen* ins Land. In Unter- und Mittelfranken können einzelne Tropfen fallen. Dabei sinken die Werte auf zwölf bis 14 Grad.

In den Niederschlagsgebieten kann es am Montag zu einem Phänomen kommen, dass viele vielleicht noch aus den 1980er-Jahren kennen - saurer Regen. Denn über Deutschland hängt gerade eine Schwefeldioxid-Wolke, schreibt Meteorologe Dominik Jung. Diese wurde vom Südwestwind aus den Kanaren zu uns geweht. Dort wütet seit Tagen der Vulkan Cumbre Vieja* auf La Palma und spuckt neben Lava auch dichte Schwefelwolken aus. Wenn der Regen den Schwefel aus der Atmosphäre wäscht, fällt er als saurer Regen zu Boden. Das ist besonders schädlich für Pflanzen und Bäume, aber auch die Bausubstanz von Gebäuden kann das Gemisch angreifen. Lang hält sich die Wolke aber nicht über dem Freistaat. Der Wind dreht von Südwesten nach Nordwesten.

Wetter in Bayern: Nordwest-Wind weht Polarluft nach Deutschland

Weil sich der Wind dreht, ändert sich im Laufe der Woche auch das Wetter* in Bayern. „Aus Nordwesten strömt Polarluft nach Deutschland. Es heißt nun Septembersommer ade“, schreibt Jung. Von den teilweise 25 Grad am vergangenen Wochenende bleibt nicht mehr viel übrig. Zur Wochenmitte wird es wechselhafter und kühler. Dabei kann es ab Dienstag immer mal wieder regnen. Die Temperaturen nähern sich vielerorts der 15-Grad-Marke an. Damit stürzt das Thermometer im Vergleich zum Wochenende um zehn Grad nach unten. Ob der Oktober ab Freitag noch einmal an den Spätsommer-September anknüpfen kann, ist noch nicht sicher. Jung resümiert jedenfalls: „Es war ein toller Spätsommermonat mit sehr hohen Temperaturen, wenig Regen und viel Sonnenschein.“ (tel) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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