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Auf Schloss Herrenchiemsee gehen die Renovierungsarbeiten bestens voran. Laut Finanzminister Fahrenschon, der die Baustelle am Freitag besichtigte, befindet man sich auf der Zielgeraden.

Herrenchiemsee: Erwachen aus dem Dornröschenschlaf

Herrenchiemsee - Aus dem Dornröschenschlaf werden die unvollendeten Räume auf Schloss Herrenchiemsee erweckt. Eine erste Besichtigung der derzeit in Renovierung befindlichen Räume.

Nach über einem Jahr gehen die Bauarbeiten jetzt zu Ende. Und ein erster Nutzer steht schon längst vor der Tür: In den unvollendeten Räumen zeigt das Haus der Bayerischen Geschichte von Mai bis Oktober die Landesausstellung „Götterdämmerung – König Ludwig II. und seine Zeit“. Der Umbau gehe „jetzt auf die Zielgerade“, freute sich gestern Nachmittag Finanzminister Georg Fahrenschon, als er die Baustelle besichtigte.

Nicht nur der Zeit-, sondern auch der Kostenrahmen werde eingehalten. Der Übergang erfolgt seinen Angaben zufolge nahtlos: Die Bauarbeiter gehen – und die Ausstellungsmacher kommen. Fahrenschon sprach von einer der „wichtigsten Baustellen in Bayern“. Zu nutzen sei die „einzigartige Chance“, in unvollendeten Räumen im Schloss multifunktionale Veranstaltungsflächen zu schaffen. So sei daran gedacht, sie nach der Landesausstellung für Konzerte, Ausstellungen, Seminare und andere Nutzungen anzubieten. Die diesjährige Landesausstellung bildet die Premiere: Die „Götterdämmerung“ ist von 14. Mai bis 16. Oktober im Schloss Herrenchiemsee täglich von 9 bis 18 Uhr zu sehen. Initiator der Ausstellung ist das Haus der Bayerischen Geschichte, Mitveranstalter die Schlösserverwaltung und der Landkreis Rosenheim.

Der Umbau der Räume in Herrenchiemsee erfolgte unter der Maßgabe, den einzigartigen Rohbaucharakter der Räume zu erhalten und gleichzeitig die hohen technischen Anforderungen an die Museums- und Veranstaltungsnutzung zu erfüllen.

Viele Räume im Schloss Herrenchiemsee waren 1886, als König Ludwig II., der Erbauer des Abbildes von Versailles, starb, noch nicht vollendet. Und auch danach veränderte sich nichts mehr. 125 Jahre nach dem Tod des Märchenkönigs gehen jetzt die Türen in zehn dieser unfertigen Säle im Nordflügel auf.

Die staatliche Schlösserverwaltung hat für die umfangreiche Renovierung 5,4 Millionen Euro in die Hand genommen und die Räume in ihrer überlieferten Form für eine moderne Nutzung hergerichtet.

Gernot Pültz

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