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Bayerns Innenminister Joachim Herrmann.

Herrmann: Justiz muss junge Gewalttäter härter bestrafen

München - Nach der tödlichen Prügelei an einem Münchner S-Bahnhof hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) mehr Härte der Justiz gefordert.

Der ältere der beiden Tatverdächtigen habe bereits eine längere kriminelle Karriere hinter sich, aber stets "nur sehr moderate Reaktionen" dafür erfahren, sagte Herrmann dem Münchner Merkur (Montag).

"Diebstahl, Nötigung, gefährliche Körperverletzung, Betäubungsmitteldelikte, Verstöße gegen das Waffengesetz und räuberische Erpressung" seien in den vergangenen drei Jahren allenfalls mit 4 Wochen Jugendarrest geahndet worden. "Diese Beispiele müssten uns deutlich machen, dass man härtere Konsequenzen ziehen muss."

Mit zu milden Strafen könne der Staat bestimmte Jugendliche nicht erreichen. Herrmann fordert wie seine Jollegin Beate Merk (Justiz, CSU), das Erwachsenenstrafrecht im Regelfall auch auf 18- bis 21-Jährige anzuwenden sowie die Höchststrafe für schwerste Straftaten wie Mord und Mordversuch im Jugendstrafrecht von 10 auf 15 Jahre zu erhöhen.

Den Einsatz des Opfers lobte Herrmann als "vorbildlich". Der Mann habe bei der vorangegangenen Auseinandersetzung zwischen Jugendlichen in der S-Bahn versucht zu schlichten und habe die Polizei informiert. "Es ist tragisch - hier ging es um wenige Minuten", sagt Herrmann.

Laut Herrmann wurde inzwischen ein dritter Tatverdächtiger festgenommen. Der 17-Jährige war an der Auseinandersetzung im Zug beteiligt, wohl aber nicht an der tödlichen Prügelei am Bahnhof. Gegen die zwei Hauptverdächtigen wurde Haftbefehl erlassen.

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