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Innenminister Joachim Herrmann will gefährliche Sextäter länger wegsperren lassen.

Herrmann will Sextäter länger wegsperren lassen

München - Innenminister Joachim Herrmann (CSU) will gefährliche Sextäter länger wegsperren lassen.  "Es gibt immer wieder Fälle, in denen Gerichte hochgefährliche Täter nicht erkennen", sagte er im Bayerischen Rundfunk.

Zwar hätten die Gerichte schon die Möglichkeit, nachträglich Sicherungsverwahrung zu verhängen. Aber nach Herrmanns Worten gibt es immer wieder Fälle, in denen Gerichte hochgefährliche Täter nicht erkennen. Außerdem hätten sich "in der Rechtsprechung der letzten drei, vier Jahre leider auch eine Reihe von Lücken ergeben". So müssten Gerichte auch dann nachträglich Sicherungsverwahrung anordnen können, wenn keine neuen Tatsachen auftauchen.

"Ganz klar: Es darf nicht grundsätzlich der Schutz der Opfer hintangestellt werden hinter dem Persönlichkeitsschutz der Täter. Da müssen wir eine ganz klare Linie fahren." Deshalb sei die klare Position: "Es muss einem deutschen Gericht in jedem Stadium des Verfahrens möglich sein, wenn es eine solch hohe Gefährlichkeit, Rückfallwahrscheinlichkeit eines Täters annimmt, die Sicherungsverwahrung auch nachträglich anzuordnen."

In München muss ein verurteilter Sexualtäter 2011 entlassen werden, weil ein Richter den Antrag auf Sicherungsverwahrung nicht rechtzeitig behandelt hatte.

dpa

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